Dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen

Die Förderung von dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen soll insbesondere landwirtschaftliche oder touristische Entwicklungspotentiale erschließen und im Rahmen der Diversifizierung die Einkommenssituation land- und forstwirtschaftlicher Betriebe verbessern. Dazu tragen unter anderem ländliche Wegenetze bei, die den zukünftigen Anforderungen gewachsen sind.

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Dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen

Anforderungen an Wegenetze im ländlichen Raum

Ländliche Wege ermöglichen eine nachhaltige Landnutzung und garantieren damit die Einkommenssicherung land- und forstwirtschaftlicher Betriebe. Ein funktionales Wegenetz erschließt die land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen und ist Voraussetzung für die touristische Weiterentwicklung in allen Regionen Hessens. Dabei kommt insbesondere den multifunktionalen Wegen – Rad-, Wander- und Wirtschaftswegen – eine besondere Bedeutung zu.

Die überwiegend 40-60 Jahre alten Wege bzw. Wegenetze entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen der Land- und Forstwirtschaft. Größere und modernere Maschinen, andere Bewirtschaftungsverhältnisse und Produktionsweisen sowie eine intensive touristische Nutzung verlangen eine entsprechende Anpassung des ländlichen Wegenetzes. Für diese Anpassung bietet die hessische Flurneuordnung eine maßgeschneiderte Förderung außerhalb von Flurbereinigungsverfahren an.

Geförderte Projekte

Im Jahr 2015 wurden in den Gemeinden

  • Diemelsee,
  • Hühnfelden,
  • Ortenberg und
  • Waldsolms

Wegebaumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 600.000 € gefördert. Insgesamt wurden dabei Fördermittel von rund 400.000 € eingesetzt. Im Jahr 2016 waren 11 Förderprojekte in der Umsetzung.

Ziel ist es, in den kommenden Jahren 1/2 Mio. € Fördermittel für die Herstellung und den Ausbau von Infrastruktureinrichtungen einzusetzen.

Förderung

Gefördert wird die Vorbereitung, Begleitung und Ausführung der dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen und die notwendigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in Orten mit bis zu 10 000 Einwohnern.

Förderfähige Infrastrukturmaßnahmen können insbesondere der Neubau sowie die Befestigung vorhandener Wege und dazugehörende Kreuzungsbauwerke (z.B. Brücke) sein. Außerdem Transporteinrichtungen, die beispielsweise in den Steillagen der Weinberge Wege ersetzen.

Antragsberechtigt sind insbesondere Gemeinden, Wasser- und Bodenverbände und vergleichbare Körperschaften.

Die genauen Förderkonditionen ergeben sich aus den Finanzierungsrichtlinien –FiRiLi 2015, Seiten 14-17 der hessischen Flurneuordnung.

Ansprechpartner für Förderung und Beratung sind die hessischen Ämter für Bodenmanagement.

Für besonders umfangreiche Veränderungen des Wegenetzes und damit verbundenen Änderungen der Eigentumsverhältnisse (Bodenordnung) sind allerdings die Verfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz mit ihren umfassenden Fördermöglichkeiten das geeignetere Instrument.

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