Mika 2017 berechnet die Miete für Wohnraum jetzt ganz individuell

Wie hoch ist die marktübliche Miete? Eine realistische Einschätzung gelingt Mietern und Vermietern mit dem Mietwertkalkulator (Mika) 2017. Neu ist die einfache Ermittlung des Ausstattungsniveaus. Zusammen mit Wohnfläche, Baujahr und Lage der Wohnung benötigen Nutzer genau vier Angaben für die Kalkulation. Lothar Dude-Georg, stellvertretender Leiter des Amtes für Bodenmanagement (AfB) Marburg, und Peter Moos von der Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte stellten das aktualisierte „Werkzeug“ MIKA 2017 für die Region Mittelhessen vor. Aktuelle Nettokaltmieten für Wohnraum in den Landkreisen Lahn-Dill, Gießen, Marburg-Biedenkopf einschließlich der Städte Wetzlar, Gießen und Marburg lassen sich damit schnell und einfach ermittelten.

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Collage Mietwertkalkulator

Neu enthält die Excelanwendung Mika 2017 eine genauere Bestimmung der Gebäudeausstattung. Wesentliche Ausstattungsmerkmale einschließlich der energetischen Eigenschaften können nun selbst von Laien benutzerfreundlich ausgewählt werden.

Für das Berechnungsergebnis nutzt Mika 2017 über 2000 aktuelle, regionale, „amtliche“ Datensätze zu Wohnraummieten. Berücksichtigt werden Daten der letzten vier Jahre. Diese Vorgehensweise bezieht automatisch die Mietpreisentwicklung in die Kalkulation ein und entspricht gleichzeitig den gesetzlichen Bildungsregeln für die sogenannte „ortsübliche Vergleichsmiete“.

Ein großer Teil der Grunddaten wird zusammen mit der amtlichen Kaufpreissammlung erfasst oder durch die Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte direkt bei den Vermietern erhoben.

Für die Berücksichtigung der Wohnungslage wird der Bodenrichtwert genutzt, auch er wirkt sich auf das Berechnungsergebnis aus. Anwender erhalten so eine marktübliche durchschnittliche Wohnraummiete für ihr Objekt.

Für die Mietpreiskalkulation verwendet Mika 2017 ein anerkanntes mathematisch-statistisches Verfahren.

Mit Mika 2017 ermittelte Nettokaltmieten sind für Mieter und Vermieter eine verlässliche Orientierungshilfe, genauso wie für Immobilienmakler, Kreditinstitute und Behörden, die gerne auf einen Mietspiegel nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§558c und §558d) zurückgreifen würden. Ein gesetzlicher Mietspiegel wird in Mittelhessen von den Kommunen jedoch nicht angeboten. Mika 2017 schließt diese Lücke zum größten Teil, obwohl die ermittelten Werte den Vorgaben eines gesetzlichen Mietspiegels nicht gleichgesetzt werden dürfen.

Die PC-Anwendung Mika 2017 arbeitet auf Basis von Microsoft-Excel. Nutzungsvoraussetzung ist, dass Anwender Microsoft Excel installiert haben. Mika 2017 kostet einmalig 50 Euro und ermöglicht beliebig viele Berechnungen, die bis zum Erscheinen der nächsten Ausgabe ihre Aktualität behalten. Alle Eingaben und das Berechnungsergebnis werden übersichtlich dargestellt und können ausgedruckt werden.
Mika 2017 wird für und in ganz Hessen angeboten, jedoch immer mit regionalem Bezug.
Man erhält Mika 2017 per E-Mail oder auf einem Speichermedium (CD, USB-Stick) von den regional zuständigen Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte, genauso wie die Auskunft über den Geltungsbereich.
(https://hvbg.hessen.de/immobilienwerte/adressen-und-links)

Für Interessenten die nicht über Excel verfügen oder die nur ein bis zwei Mietwertauskünfte benötigen, kann sich eine Mietwertauskunft direkt von den Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte lohnen. Die Mietwertauskunft für Einzelobjekte erhält man schriftlich. Sie berücksichtigt dieselben Faktoren wie Mika 2017. Die Gebühr für eine Auskunft beträgt zurzeit 20 Euro.

Mika 2017 oder einzelne Mietwertauskünfte für die Region bekommen Interessenten bei der Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse im
Amt für Bodenmanagement Marburg
Robert-Koch-Straße 17
35037 Marburg
Tel.: (06421) 3873-3330 Fax: (0611) 327 605 737
E-Mail: GS-GAA-AfB-MR@hvbg.hessen.de

Fachlicher Ansprechpartner für Ihre Fragen:
Peter Moos
Fachbereichsleiter Immobilienwertermittlung
Telefon: +49 (6421) 3873 3331
E-Mail: peter.moos@hvbg.hessen.de

Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecher: Herr Dr. Thomas Rossmanith
Dezernatsleitung Steuerung HVBG, Öffentlichkeitsarbeit, Recht
Telefon: +49 611 / 535 - 5399
Fax: +49 611 / 535 - 5309
E-Mail: thomas.rossmanith@hvbg.hessen.de

Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation
Schaperstraße 16
65195 Wiesbaden

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