„Im Mersch“ bietet vielfachen Nutzen

Der kombinierte Rad- und Wirtschaftsweg zwischen Warburg/Welda und Volkmarsen ist in die Jahre gekommen. Für die immer größer und schwerer werdenden landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge reicht seine Breite und Tragfähigkeit kaum noch aus.

Twiste.jpg

Die Twiste

Durch Ausbau besser nutzbar

Im Rahmen eines Flurneuordnungsverfahrens wollen die Mitarbeiter des Amtes für Bodenmanagement diesen Mangel nun beheben. Der Weg wird auf einer Länge von fast zwei Kilometern ausgebaut und erhält ein neues Bankett mit Randstreifen. Problem: Die angrenzenden Äcker verkleinern sich durch die Wegeverbreiterung und lassen sich schlechter bewirtschaften. Ein Blick auf die Liegenschaftskarte zeigt zudem, dass viele der „Im Mersch“ liegenden Ackerflächen ohnehin zu klein und teilweise ungünstig zugeschnitten sind.

Größere Bewirtschaftungseinheiten

Hier setzt die eigentliche Neuordnung des Gebietes an. Kleine, unwirtschaftlich gelegene Äcker werden zu größeren Einheiten zusammengeführt. Dabei werden auch vorhandene Gräben und Wege eingezogen. Die entstehenden großflächig zu bewirtschaftenden Parzellen sind ganz im Sinne der örtlichen Landwirte. Zumal für die Beteiligten Grundstückseigentümer keine Kosten entstehen. Darüber wurden die Eigentümer bereits im Rahmen der bei einem Flurbereinigungsverfahren vorgeschriebenen Aufklärungsversammlung informiert.
Die im Verfahren entstehenden Kosten werden zu 60 Prozent aus Fördergeldern finanziert. Den verbleibenden Anteil tragen die Stadt Volkmarsen und Hessenmobil.

Natur wird geschützt

Neben den landwirtschaftlichen Interessen findet aber auch der Naturschutz Berücksichtigung. Gemäß den Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie werden als Ausgleichsmaßnahme Teile der durchs Verfahrensgebiet verlaufenden Twiste renaturiert. Auf den ersten Blick erscheint dies bei der sich durch den Mersch schlängelnden, naturbelassenen Twiste unnötig. Doch die Ackerflächen reichen teilweise bis an den Gewässerrand. Durch Schaffung zusätzlicher, mit Eichenpfählen markierter Randstreifen, wird einer Zerstörung der Ufervegetation bei der Bewirtschaftung der Felder vorgebeugt.

Rahmendaten

Das Flurbereinigungsverfahren VF2438 Volkmarsen „Im Mersch“ ist eines von aktuell 14 Verfahren des Amtes für Bodenmanagement Korbach.
Es umfasst:

  • eine Fläche von 137 Hektar
  • zirka 353 Flurstücke
  • und 103 Beteiligte
Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecher: Herr Dr. Thomas Rossmanith
Telefon: +49 611 / 535 - 5399
Fax: +49 611 / 535 - 5309
E-Mail: thomas.rossmanith@hvbg.hessen.de

Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation
Schaperstraße 16
65195 Wiesbaden

Hessen-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen? Geben Sie einen Suchbegriff ein.