…weil Geodaten die Zukunft sind

Ausbildung oder Studium? Oder doch lieber beides? Die Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG) bietet sowohl eine Ausbildung als auch ein duales Studium an. Am 1. August 2017 haben 22 junge Menschen eine Ausbildung oder ein duales Studium bei den zur HVBG gehörenden sieben Ämtern für Bodenmanagement (ÄfB) begonnen.

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Career

Zwei Berufe mit Zukunft
Ob Geomatiker/in oder Ingenieur/in – es handelt sich um zukunftsorientierte Berufe, denn die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten. Navigationsgeräte und Apps für das Smartphone - Informationen mit Raumbezug, die so genannten Geodaten, werden auf allen Ebenen unseres Lebens benötigt. Sie sind beim Breitbandausbau essenziell oder im Bereich Energie - zum Beispiel um Solar- und Windpotenzialflächen zu berechnen oder um Sichtbarkeitsanalysen für Windkraftanlagen durchzuführen. Es können demografische Entwicklungen aufgezeigt werden und von Hochwasser gefährdete Gebiete visualisiert werden.
Ganz gleich um welchen Bereich des Lebens es sich handelt, die Zukunft heißt Geodaten. 22 junge Menschen haben sich dazu entschlossen, Teil dieser Zukunft zu werden und eine Ausbildung (15 Auszubildende) oder ein duales Studium (sieben Studierende) bei den Ämtern für Bodenmanagement (ÄfB) zu absolvieren.

Der Nachwuchs der HVBG
Der eine mag‘ Fußball, eine andere Volleyball und wieder ein anderer lieber Motorsport. Dann gibt es da noch die Leidenschaft für das Tanzen und Zeichnen sowie das Saxophon oder die Posaune. - Die Interessen der neuen Auszubildenden und Studierenden sind unterschiedlich und genau so unterschiedlich sind sie auch auf die Ausbildung bzw. das duale Studium in der HVBG aufmerksam geworden: Einige haben ganz bewusst recherchiert, andere haben sich beraten lassen oder sind durch Dritte darauf aufmerksam geworden. Doch etwas haben alle gemeinsam: sie alle interessieren sich für einen technischen Beruf mit Perspektive.

Wir stellen die nächste Generation der HVBG vor:

Amt für Bodenmanagement (AfB) Heppenheim
Die Verbindung von Theorie und Praxis sowie ihre Affinität zu technischen und mathematischen Themen ist für die 19-jährige Lina Baust aus Altlußheim maßgeblich bei der Entscheidung über ihre berufliche Zukunft gewesen. Sie hat sich daher für ein duales Studium im AfB Heppenheim entschieden.
Das Interesse für Mathematik hat auch den 18-jährigen Sven Linßen aus Rimbach dazu bewogen, sich für die Ausbildung zum Geomatiker im AfB zu bewerben.
Der 19-jährige Johnni Vuong aus Frankenthal ist hingegen auf der Website der Agentur für Arbeit auf das AfB Heppenheim gestoßen. Das moderne Gebäude und Equipment, die Nähe zum Wohnort und letztendlich die hohe Wahrscheinlichkeit, anschließend einen Arbeitsplatz zu bekommen, waren für ihn ausschlaggebend.

Auszubildende AfB Heppenheim

Amt für Bodenmanagement (AfB) Limburg a. d. Lahn
Kim Lanio, 18 Jahre alt, aus Niederhadamar, hat nach ihrem Abitur ganz bewusst nach einer zukunftsorientierten Ausbildung recherchiert und sich zudem Berichte über den Beruf angeschaut. „Da ich die Befürchtung hatte, mir könnte ein Studium alleine zu theoretisch sein, wollte ich mich zuerst auf die Ausbildung bewerben. Als ich vom dualen Studium beim AfB gehört habe und mich näher damit beschäftigt habe, ist mir bewusst geworden, dass das der richtige Weg für mich ist“, erklärt Kim Lanio.
Jannis Kaltheier und Elena Noll haben dagegen die Geomatiker-Ausbildung beim AfB Limburg a. d. Lahn gestartet. Der 19-jährige Jannis Kaltheier aus Cramberg ist auf die Ausbildung durch einen Bekannten aufmerksam geworden. Die 16-jährige Elena Noll aus Niedertiefenbach hat zuvor ein Praktikum beim AfB absolviert und sich angesichts ihrer Erfahrungen im Anschluss für eine Ausbildung beworben.

Auszubildende AfB Limburg an der Lahn

Amt für Bodenmanagement (AfB) Büdingen
„Meine Schwester hat mich für die Ausbildung begeistert, die bereits in diesem Beruf arbeitet. Auch von anderer Stelle ist mir die Tätigkeit empfohlen worden. Schließlich haben mich dann die abwechslungsreiche Arbeit, das freundliche Umfeld und die Fachthemen dazu bewogen, mich als Geomatikerin beim AfB Büdingen zu bewerben“, so die 16-jährige Tonja Kircher aus Büdingen zu ihren Beweggründen.
Anna Mavrov aus Ranstadt und Tristan Reitz aus Butzbach-Ostheim sind sich ebenfalls einig: Sie haben sich für diesen Ausbildungsberuf entschieden, weil sie nach einem vielseitigen und perspektivreichen Beruf gesucht haben. Das Interesse für Mathematik und geografische Themen war dabei nicht unerheblich.
Der 17 Jahre alte Sebastian Richter aus Büdingen hat indes das duale Studium im AfB Büdingen gewählt: „Ich erhoffe mir dadurch eine gesunde Mischung aus theoretischer und praktischer Arbeit und einen reibungslosen Start ins Berufsleben.“

Auszubildende AfB Büdingen

Amt für Bodenmanagement (AfB) Marburg
Aufgrund ihres erfolgreich absolvierten Schülerpraktikums beim AfB Marburg hat sich die 18 Jahre alte Julia von Glahn aus Marburg-Wehrda für das duale Studium beim AfB entschieden und beworben - mit Erfolg.
„Mein Herz schlägt für den Motorsport“, berichtet der 20-jährige Marius Hießerich aus Stadtallendorf. Für seine berufliche Zukunft wollte er jedoch nichts riskieren: Bei der Recherche nach einem Ausbildungsberuf mit Zukunft ist Marius Hießerich auf die Ausbildung zum Geomatiker gestoßen und hat sich ebenfalls beim AfB Marburg beworben.
Durch sein Hobby, das Wandern und dem damit verbundenen Nutzen von Karten, ist in Lukas Cohrs das Interesse für die Ausbildung zum Geomatiker geweckt worden. Die Ausbildung beim AfB Marburg ist für den 26-jährigen Marburger daher die logische Konsequenz.

Auszubildende AfB Marburg

Amt für Bodenmanagement (AfB) Fulda
Im AfB Fulda haben Vanessa Vogel aus Schlitz und Bernhard Bittorf aus Zella/Rhön eine Ausbildung als Geomatiker gestartet.
„Der erste Tag war schon aufregend; viele neue Eindrücke und Gesichter. Wir sind aber sehr herzlich empfangen worden - das hat den Einstieg erleichtert“, stellt die 19-jährige Vanessa Vogel nach dem ersten Tag fest. Und Bernhard Bittorf ergänzt: „Es beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt.“ Für den 21-Jährigen war es eine leichte Entscheidung, sich als Geomatiker zu bewerben. Denn er interessiert sich sowohl für Technik als auch Mathematik und hat nach einer heimatnahen Ausbildung gesucht, die das vereint.
„Der Beruf ist noch relativ neu und bietet zahlreiche Chancen“, da sind sich die beiden Abiturienten einig.
Jessica Strieg aus Flieden hat hingegen ein duales Studium beim AfB Fulda begonnen. „Der Beruf vereint viele meiner Interessen und das duale Studium ist eine gute Möglichkeit, Praxis und Theorie zu verbinden“, so die 19-Jährige. Sie hat zuvor bereits Praktika bei Bauzeichnern und Ingenieurbüros gemacht und in technische Berufe reingeschnuppert.

Auszubildende AfB Fulda

Amt für Bodenmanagement (AfB) Homberg (Efze)
Die 19-jährige Kim Sara Heß und die 18- jährige Alina Marie Stöcker, beide aus Homberg (Efze), werden in den nächsten drei Jahren im AfB Homberg (Efze) zu Geomatikerinnen ausgebildet.
Kim Celine Klobuczynski möchte hingegen auf das Uni-Leben nicht ganz verzichten; sie hat sich für das neue duale Studium beim AfB Homberg (Efze) entschieden.

Auszubildende AfB Homberg (Efze)

Amt für Bodenmanagement (AfB) Korbach
Alexander Diester aus Korbach-Meineringhausen ist durch seine Cousine auf die Tätigkeit eines Geomatikers aufmerksam gemacht worden. „Am AfB gefallen mir die flexiblen Arbeitszeiten und der lockere und freundliche Umgang untereinander sowie die Hilfsbereitschaft“, meint der Abiturient nach seinem ersten Tag.
Der 28-jährige Fabian Betz hat bereits ein Studium der Klassischen Archäologie beendet. „Da ich während meines Studiums schon bei Ausgrabungen als Vermesser gearbeitet habe, war es naheliegend noch eine Ausbildung anzuschließen, um diese schöne Arbeit zu meinem Beruf zu machen“, erklärt der gebürtige Hesse.
Für das duale Studium beim AfB Korbach hat sich Markus Emmeluth entschieden. Den 19-Jährigen aus Waldeck-Höringhausen hat schlussendlich sein Interesse für Mathematik dazu bewogen, sich beim AfB zu bewerben.

Auszubildende AfB korbach

Die Einführungswoche in Rotenburg an der Fulda
Viele neue Gesichter, eine neue Umgebung und somit sehr viele neue Eindrücke und Informationen, die es zu verarbeiten gab – so lassen sich die ersten Tage der neuen Auszubildenden in den ÄfB zusammenfassen.
Nach einer Woche im AfB hat nun der fachliche Einstieg mit der Einführungswoche im Studienzentrum in Rotenburg an der Fulda begonnen – „in einem Schloss, das ist schon was Besonderes“, so Lehrgangsleiter Uwe Bickert vom AfB Homberg. Dort trafen die 22 Auszubildenden und Studierenden der HVBG auf Gleichgesinnte aus den anderen Ausbildungsstellen in Hessen.

Die Einführung in Rotenburg an der Fulda erfolgt für Geomatiker/innen und Dual-Studierende sowie Vermessungstechniker/innen aus ganz Hessen gemeinsam. In der Woche haben alle Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen und erhalten bereits erste fachliche Grundlagen in den Bereichen Vermessung, Geoinformation, Gesetze/Verordnungen und Mathematik.

In den Reihen der 46 Teilnehmer/innen sitzen Realschüler/innen neben Archäologen mit Masterabschluss und studierten Vermessungsfachkräften. Die Vielseitigkeit spiegelt sich auch beim Alter wider – zwischen 16 und 35 Jahren ist der Nachwuchs.

Ein Novum in diesem Jahr ist der duale Studiengang „Geoinformation und Kommunaltechnik“ (GeKo dual) in der HVBG. Hierfür haben sich sieben junge Menschen entschieden. Für sie gab es von Andreas Heisel, Ausbildungsverantwortlicher im Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (HLBG), eine separate Einweisung über den Ablauf ihrer Ausbildung und ihres Studiums.

Eröffnung der Einführungswoche in Rotenburg
Einführungswoche in Rotenburg

Die Ausbildung beim AfB
Während ihrer Ausbildung zu Geomatiker/innen lernen die jungen Menschen in erster Linie raumbezogene Daten - also Daten, die die Lage, Höhe oder Form eines Objektes beschreiben - zu erfassen, erheben, verarbeiten und veranschaulichen. Sie werden darüber hinaus Methoden der visuellen Kommunikation und grafischen Gestaltung von Karten erlernen und Geodaten in Karten, Präsentationsgrafiken und multimediale Produkte umsetzen.

Das duale Studium beim AfB
Das neue duale Bachelor-Studium „Geoinformation und Kommunaltechnik“ (GeKo dual) in der HVBG vereint Theorie und Praxis. Das Studium findet in Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences statt. In der Hochschule lernen die Studierenden raumbezogene Daten zu erfassen und zu analysieren. Des Weiteren werden sie befähigt, organisatorische und technische Aufgaben im kommunalen Umfeld zu lösen.

Das Besondere an ihrem dualen Studium ist, dass sie während ihres Studiums auch eine Ausbildung zur Geomatikern beim jeweiligen AfB absolvieren. Sie lernen, mit spezieller Software Daten am Computer auszuwerten und in Karten, Pläne und dreidimensionale Darstellungen zu verwandeln. Daraus entstehen aktuelle Liegenschaftskarten und verschiedenste Anwendungen für viele Bereiche des täglichen Lebens, wie auch die Daten in den mittlerweile unverzichtbaren Navigationsgeräten.

Sowohl der Ausbildungsberuf als auch das duale Studium zielen darauf ab, jungen Menschen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten beim Umgang mit raumbezogenen Daten, den so genannten Geodaten, zu vermitteln.

Die Perspektiven
Und was erwartet sie als Geomatiker/innen und Bachelor of Engineering nach der Ausbildung und dem dualen Studium? – Auf jeden Fall gute Perspektiven in allen Bereichen der Ämter für Bodenmanagement (ÄfB), beispielsweise in den Bereichen „Landesvermessung“ und „Liegenschaftskataster“, „städtisches und ländliches Bodenmanagement“, im „Geoinformationsmanagement“ oder der „Immobilienwertermittlung“.

Kontakt
Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich bis Mitte Oktober 2017 mit den üblichen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, letztes Schulzeugnis) bei den Ämtern für Bodenmanagement (ÄfB) auf einen Ausbildungsplatz oder Studienplatz für das Jahr 2018 bewerben.

Weitere Informationen zur Ausbildung bei der HVBG finden Sie hier.

Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecher: Herr Dr. Thomas Rossmanith
Dezernatsleitung Steuerung HVBG, Öffentlichkeitsarbeit, Recht
Telefon: +49 611 / 535 - 5399
Fax: +49 611 / 535 - 5309
E-Mail: thomas.rossmanith@hvbg.hessen.de

Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinfomation
Schaperstraße 16
65195 Wiesbaden

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