Auszubildende des Amtes als „Botschafter“ unterwegs

Bewerbungsschreiben, Bewerbungstest, Bewerbungsgespräch – der Bewerbungsablauf hat so seine Hürden. Um Schülerinnen und Schülern die Angst davor zu nehmen, ist das Peergroup-Projekt ins Leben gerufen worden. Ganz nebenbei werden sie über diverse Ausbildungsmöglichkeiten informiert. Die Auszubildenden des Amtes für Bodenmanagement (AfB) Marburg haben sich zum achten Mal ehrenamtlich daran beteiligt. Ihr Einsatz am Projekt ist von Landrätin Kirstin Fründt und Stadträtin Kirsten Dinnebier mit einer Zertifikatsübergabe im Plenarsaal des Landkreises Marburg-Biedenkopf gewürdigt worden.

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Peergroup-Projekt

„Erfolgreich junge Menschen für Berufe und Berufseinstiege interessieren, das gelingt am besten mit Kommunikation auf Augenhöhe und Erfahrungen aus erster Hand“, so Landrätin Fründt. Sie beschreibt damit einen wesentlichen Vorteil des Peergroup-Projektes.

Das Amt für Bodenmanagement (AfB) Marburg hat sich zum achten Mal an dem Projekt ehrenamtlich beteiligt und in Teams Schulen im Landkreis besucht.

„Unsere Auszubildenden trainieren durch die Teilnahme am Peergroup-Projekt ihre persönlichen Fähigkeiten. Sie entwickeln eigene Vorgehensweisen, treiben ihr Projekt teamweise selbstständig voran und übernehmen Verantwortung. Innerhalb unseres Hauses organisieren und kommunizieren sie über die gesamte Ausbildungsdauer ihre Einsätze. Bei den Einsätzen lernen sie sich auf die Schüler, also – im übertragenen Sinn – Kunden einzustellen und situationsgebunden zu agieren. Ganz nebenbei wecken sie Interesse für unseren Ausbildungsberuf Geomatikerin bzw. Geomatiker. Für mich sind sie ausgesprochen wichtige Botschafterinnen und Botschafter unserer Verwaltung. Ich schätze das Engagement unseres Berufsnachwuchses sehr und stelle sie dafür gerne frei“, erläutert Stefanie Flecke, Amtsleiterin des AfB Marburg.

Die Auszubildenden des AfB Marburg erarbeiten zu Beginn in einem Workshop eigene Konzepte, wie sie in zwei Schulstunden auf die Schülerinnen und Schüler zugehen wollen. „Wir vergleichen den Bewerbungsablauf mit der Tour de France. Für jeden liegt der ‚steile Anstieg‘ woanders“, erklären die Azubis Tanja Salomka und Jonathan Lenz.

Ob Bewerbungsschreiben, Bewerbungstest oder Bewerbungsgespräch, die Schülerinnen und Schüler entwickeln unter Anleitung der Azubis eigene Wettkampfstrecken auf einem Plakat. „Dadurch können wir auf individuelle Probleme der Schülerinnen und Schüler gezielt eingehen“, erzählen Denise Kurzeknabe und Marvin Fitzke von ihren Einsätzen.

„Man entwickelt dabei Sicherheit beim Präsentieren vor fremden Leuten. Jeder Unterrichtsbesuch war anders, wir haben unser Konzept jedes Mal weiterentwickelt“, fügt Johanna Lutz abschließend hinzu, die zusammen mit Lisa Schernes bereits seit 2015 aktiv ist.

Jörg Lipphardt, Ausbildungsbeauftragter im AfB Marburg, ist von der ersten Stunde an dabei. In enger Zusammenarbeit mit den Organisatoren Matthias Gnau vom Jugendbildungswerk der Universitätsstadt Marburg und Armin Plewa-Moormann vom Landkreis Marburg-Biedenkopf fördert und koordiniert er die Teilnahme der Auszubildenden am Peergroup-Projekt. Inzwischen ist die Teilnahme zum festen Bestandteil der Ausbildung im AfB geworden und genießt unter den Azubis einen so hervorragenden Ruf, dass die Neulinge des ersten Ausbildungsjahres bereits in den Startlöchern stehen.

Beim Peergroup-Projekt berichten Auszubildende aus unterschiedlichen Betrieben, Institutionen und Berufsbereichen Schülerinnen und Schülern von ihren ersten Schritten in die Ausbildung. Ziel dieses Projektes ist es, Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, ihre individuellen Fragen zu Ausbildung und Ausbildungsplatzsuche mit jungen Menschen zu besprechen, die diese Phase gerade abgeschlossen haben. Der Austausch auf Augenhöhe soll die Schülerinnen und Schülern auf ihrem Weg in Ausbildung und den Beruf motivieren und stärken. Andererseits sollen die Auszubildenden in ihrer persönlichen und sozialen Entfaltung gefördert werden.

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