Bebauungspläne gehen online

Im Rahmen einer Bühnenshow wurden gestern auf dem Hessentag alle 1165 Bebauungspläne des Landkreises Waldeck-Frankenbergs offiziell freigeschaltet. Sie können ab sofort über das Geoportal Hessen oder auf der Homepage des Landkreises von jedermann abgerufen werden. 196 Flächennutzungspläne werden bald folgen.

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Hessentag 2018 Bühnenshow

Die Bühnenshow fand unter dem Motto „Geodaten für Nordhessen“ statt. „Daten bürgerfreundlich und modern zur Verfügung zu stellen, das ist das Ziel der GDI-Waldeck-Frankenberg“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. Dass diese interkommunale Zusammenarbeit gut funktioniert, wird dadurch verdeutlicht, dass alle 22 Kommunen des Landkreises an einem Strang ziehen und eng verzahnt miteinander kooperieren.

Früher mussten die Bebauungspläne per Post hin und her geschickt werden. Das Kopieren der großen Pläne war umständlich, die Arbeit zeitintensiv. Durch die Digitalisierung können die Daten nun einfacher verarbeitet werden, die Arbeitsabläufe verschlanken sich, Kosten werden reduziert.

Pünktlich zum Hessentag stehen nun zwei Plattformen zur Verfügung, die es ermöglichen, kommunale Daten einzusehen. „Themen können praktisch wie bei einer Suchmaschine gefunden werden. Geoinformationen werden gebündelt unter einer Adresse passgenau zur Verfügung gestellt. Der Nutzer kann verschiedene Geodaten unter derselben Adresse suchen, selektieren, anzeigen, miteinander verknüpfen und abspeichern. „Die Bebauungspläne sind erst der Anfang“, antwortete Frank Mause, Leiter des Amtes für Bodenmanagement Korbach, auf die Frage des Moderators Heinz Günter Heygen nach dem Nutzen eines Geoportals. „Eine Geodateninfrastruktur ist ein wachsendes, auf Dauer angelegtes Projekt. Das erste und bislang wichtigste Projekt, sozusagen unser Leuchtturm, ist die digitale Aufbereitung der Bauleitpläne. Aber auch Themen zur Infrastruktur, Tourismus, Demografie oder im Bereich der Mobilität werden bearbeitet, führte Karl-Friedrich Frese weiter aus.

Dr. Hansgerd Terlinden, Präsident des Hessischen Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation, schätzt diese enge Zusammenarbeit der GDI. „Der Arbeitsplatz eines Menschen verändert sich stetig, ein Umdenken ist hier erforderlich. Mit der GDI-Waldeck-Frankenberg findet dieses Umdenken statt. Es bildet sich ein Netzwerk aus Technik, Daten und Menschen, die aufgeschlossen sind, Daten bereit zu stellen, Themen anzugehen und sie zu verwirklichen.“

Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecher: Herr Dr. Thomas Rossmanith
Telefon: +49 611 / 535 - 5399
Fax: +49 611 / 535 - 5309
E-Mail: thomas.rossmanith@hvbg.hessen.de

Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation
Schaperstraße 16
65195 Wiesbaden

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