Deutliche Verbesserung bei der Ernteabfuhr für die Landwirte von Windecken

Nidderau – Landwirte aus Windecken spüren deutliche Vorteile des Flurbereinigungsverfahrens. Das komplette Ausbauvolumen im Verfahren Windecken beträgt knapp 700.000 Euro, erste Wege sind gebaut und wurden an die Stadt Nidderau übergeben.

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Claudia Kaiser (Verfahrensleiterin AfB-Büdingen), Werner Traudt (TG-Vorsitzender), Jürgen Hartenfeller (Stadt Nidderau), Herr Brauns (Stadtwerke Nidderau) und Marc Collmann (Giebel-Bau)
(v.l.n.r.) Claudia Kaiser (Verfahrensleiterin AfB-Büdingen), Werner Traudt (TG-Vorsitzender), Jürgen Hartenfeller (Stadt Nidderau), Herr Brauns (Stadtwerke Nidderau) und Marc Collmann (Giebel-Bau)

Die Umgehungsstraße um Nidderau wird bereits seit geraumer Zeit von den Verkehrsteilnehmern genutzt. Vor Beginn des Neubaus der B45 und B 521 wurden in Heldenbergen und in Windecken zwei Flurbereinigungsverfahren eingeleitet. Mit diesen Verfahren, die vom Amt für Bodenmanagement (AfB) Büdingen betreut werden, soll der durch den Straßenbau einhergehende Landverlust ohne Nachteile für den einzelnen Eigentümer umverteilt werden. Auch sollen die Auswirkungen der Zerschneidung des vorhandenen Wege- und Gewässernetzes durch die Umgehungsstraße behoben werden.

Im Verfahren in Windecken sind circa 200 Grundstückseigentümer mit knapp 300 Hektar betroffen. Bereits seit Herbst 2017 können die Landwirte die neuen Flächen bewirtschaften.

Neben der Veränderung der Zuschnitte der Ackerflächen, die nun größer und zusammenhängender bemessen und mit modernen landwirtschaftlichen Maschinen leichter zu bearbeiten sind, wurde im Verfahren auch das Wege- und Gewässernetz neu geplant. Viele Wege konnten entfallen, einige Wege werden erneuert oder ganz neu gebaut. Der bedeutende landwirtschaftliche Verbindungsweg von der L 3009 zum Bücherweg wurde auf einer Länge von 620 Meter asphaltiert.

„Das bringt uns Landwirten eine enorme Erleichterung bei der Ernteabfuhr“ freut sich Werner Traudt, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft im Flurbereinigungsverfahren.

Für diese und andere Maßnahmen, die nicht von Hessen Mobil getragen werden, gibt es einen Zuschuss in Höhe von 55 Prozent vom Land Hessen, dem Bund und der Europäischen Union. „Für den landwirtschaftlichen Verbindungsweg beträgt dieser Zuschuss knapp 45.000 Euro“ erläutert die Verfahrensleiterin Claudia Kaiser vom AfB Büdingen. Die restlichen 45 Prozent übernimmt die Stadt Nidderau, wodurch der Realisierung nichts mehr im Wege stand.

In einem Ortstermin übergab Traudt den Weg und weitere Baumaßnahmen an die Stadt Nidderau, als neuen Eigentümer und Unterhaltungspflichtigen. Kaiser erläutert das weitere Ausbauprogramm, das bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. "Es wird zu weiteren Verbesserungen für die Landwirte kommen. Bis dahin bitte ich alle Nutzer der Wege um Verständnis, wenn es zu Einschränkungen bei der Ernteabfuhr kommt", warb Kaiser bei den Nutzern der Wege.

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