Eine Brücke verbindet zwei Länder

Die Erneuerung der Brücke über den Euterbach in Hesseneck-Schöllenbach ist eine der wichtigsten Maßnahmen im Rahmen des im März 2018 gestarteten Flurbereinigungsverfahrens Kailbach-Schöllenbach des Amtes für Bodenmanagement Heppenheim. Das Brückenprojekt ist am 20. August 2018 offiziell übernommen worden. Die Brücke verbindet den hessischen Ortsteil Oberzent-Schöllenbach mit dem Baden-Württembergischen Stadtteil der Stadt Eberbach, Badisch-Schöllenbach.

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Einweihung Brücke Schöllenbach

Für die Gemeinde Hesseneck und die Land- und Forstwirtschaft in der Gemeinde hat die Brücke über den Euterbach in Hesseneck-Schöllenbach größte Bedeutung. Im Jahr 2014 musste die marode Brücke mit Stahlspriesen unterstützt und für die Holzabfuhr gesperrt werden. Die Brückenerneuerung im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens hatte daher Priorität. Die Stadt Eberbach begrüßte diese Maßnahme und bot ihre logistische und finanzielle Unterstützung an.

Aufgrund der notwendigen Holzabfuhrtransporte musste die Brücke für eine Belastung von vierzig Tonnen ausgelegt werden. Zusätzlich war eine Verbreiterung der Fahrbahn nötig.

Zunächst musste der alte Brückenüberbau vollständig abgetragen werden und die vorhandenen Widerlager verstärkt werden. Oberhalb der Brücke wurde die Fahrbahn entlang des Euterbaches verbreitert, gleichzeitig wurde dabei auch die Straßenentwässerung erneuert. Die Brücke liegt zu 90 Prozent auf hessischem Gebiet. Die östlichen Widerlager der Brücke befinden sich auf badischer Seite.

Für den Verkehr ist die Brücke allerdings bereits seit dem 25. Juni 2018 wieder freigegeben.

Die zu erwartenden Baukosten für die Erneuerung des Brückenbauwerkes belaufen sich auf circa 235.000 Euro. Die Ingenieurleistungen für die Erstellung der Ausführungsplanung und die örtliche Bauüberwachung liegen bei 24.700 Euro. Die Maßnahme wird mit 65 Prozent bezuschusst. Den verbleibenden Eigenanteil von 35 Prozent teilen sich die Städte Oberzent und Eberbach.

„Es war ein spannendes, da länderübergreifendes Projekt. Trotz doppeltem bürokratischem Aufwand hat die Zusammenarbeit mit beiden Städten einwandfrei geklappt“, resümierte Thomas Fabian, Verfahrensleiter beim Amt für Bodenmanagement Heppenheim.

Das Flurbereinigungsverfahren wird vom Amt für Bodenmanagement Heppenheim durchgeführt, um Maßnahmen zur Verbesserung der Agrarstruktur durchzuführen. Es bedarf insbesondere einer Verbesserung des Wege- und Gewässernetzes sowie der Anpassung der Grundstücksgrößen und -formen an neuzeitliche Bewirtschaftungsverhältnisse.

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Pressesprecher: Herr Dr. Thomas Rossmanith
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