EU, Bund und Land fördern Feldwegebau in Reiskirchen

In der Nähe der Ortschaften Ettingshausen, Burkhardsfelden, Hattenrod, Lindenstruth und Saasen erneuert die Gemeinde Reiskirchen fünf wichtige Wirtschaftswege, die allesamt multifunktional genutzt werden. Über 600.000 Euro sind dafür eingeplant. Mit 380.250 Euro beteiligen sich die Europäische Union, das Land Hessen und die Bundesrepublik Deutschland. Das Geld stammt aus dem Programm für „dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen (dlCaI)“. Den Fördergeldscheck erhielt Bürgermeister Dietmar Kromm während des ersten Baustellentermins von Stefanie Flecke, Leiterin des Amtes für Bodenmanagement (AfB) Marburg.

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Förderscheck Feldwegebau in Reiskirchen

„Weit mehr als die Hälfte der geplanten Ausgaben für den Wegebau deckt bereits die Fördersumme von 380.250 Euro. Ihr Durchhaltevermögen bei der Antragstellung hat sich also gelohnt“, sagte Flecke bei der Übergabe im Reiskirchener Bürgerhaus. Anträge hatte die Gemeinde Reiskirchen 2017, 2018 und 2019 beim AfB gestellt. Um die Gelder aus dem dlCaI-Fördertopf konkurrieren Kommunen aus ganz Hessen. Vergeben werden sie jährlich hessenweit nach einheitlichen Kriterien. Ein Punktesystem (Ranking) bestimmt die Reihenfolge aller Antragsteller jedes Jahr aufs Neue.

In diesem Jahr hatte Reiskirchen die „besseren Argumente“!

Alle fünf Wege werden multifunktional genutzt. Landwirtschaft, Bevölkerung und Tourismus profitieren von den Investitionen. Nach dem Ausbau von insgesamt 3,3 Kilometern Wegen werden rund 325 Hektar landwirtschaftliche Fläche besser erreichbar sein. Alle Wirtschaftswege erhalten eine neue Asphaltdecke mit entsprechendem Unterbau sowie eine bessere Entwässerung. Sie können dann, wie heute in der Landwirtschaft üblich, mit großen und schweren Fahrzeugen befahren werden. Die Wege werden außerdem breiter, sodass der Begegnungsverkehr zwischen Bewirtschaftenden und der Bevölkerung leichter und sicherer wird. Alle Maßnahmen zusammen unterstützen den Tourismus. Hessens Radfernwegenetz und das regionale Rad- und Wanderwegenetz werden durch die Maßnahmen leichter befahrbar sein und dadurch noch attraktiver.

Begonnen wird 2019 mit dem Ausbau von zwei Wegen.

Der vorhandene Asphaltweg südlich der „Flugplatzsiedlung“ wird auf einer Länge von rund 400 Metern durch einen verstärkten Oberbau mit neuer Asphalt-Tragdeckschicht erneuert, um künftig die immer größer werdenden landwirtschaftlichen Fahrzeuge besser verkraften zu können. Zusätzlich verbindet er die örtlichen Radwege R8 und R9.

Mit dem „dicksten Brocken“ wird ebenfalls noch in diesem Jahr begonnen. 1.220 Meter maroder Betonweg in Ettingshausen zwischen Siedlerstraße und der Kreisstraße 151 werden zu einem tragfähigen, 3,50 Meter breiten Asphaltweg ausgebaut. Bewohnerinnen und Bewohner der Flugplatzsiedlung profitieren davon, genauso wie Landwirtinnen und Landwirte sowie Erholungsuchende zu Fuß oder mit dem Rad.

2020 folgt der Ausbau der übrigen drei Hauptwirtschaftswege.

Über den Hautverbindungsweg zwischen den Ortsteilen Lindenstruth und Saasen führt der Hessische Radfernweg R7 „Von der Lahn zur Werra“ und der örtliche Radweg R6. Er wird von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern als Radweg (R6) zur Arbeitsstelle und für Freizeitaktivitäten genutzt. Der vielbefahrene Hauptwirtschaftsweg wird von Landwirtinnen und Landwirten aus beiden Gemarkungen genutzt.

In Burkhardsfelden werden 500 Meter des Hauptwirtschaftsweges der zum Aussichtspunkt „Licher Berg“ führt neu befestigt.

Auf dem Hessischen Radfernwanderweg (R6) „Vom Waldecker Land ins Rheintal“ werden die Spurrillen des Schotterweges nahe Ettingshausen künftig keine Gefahr mehr für Radfahrerinnen und Radfahrer sein. Dieser Weg erhält ebenfalls 2020 eine Asphaltdecke und sorgt für eine verbesserte Erreichbarkeit landwirtschaftlich genutzter Flächen.

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