Flurbereinigung übergibt zwei neue Informationstafeln für den Erlebnisweg „Typisch Erda“

Über ökologische Landwirtschaft und den 30-jährigen Krieg können sich Bürgerinnen und Bürger nun in Erda informieren. Dazu sind zwei neue Tafeln am Erlebnisweg „Typisch Erda“ aufgestellt worden. Die beiden Tafeln gehören zu sieben weiteren, die typische Erdaer Themen aufgreifen. Burkhard Frös, Verfahrensleiter im Flurbereinigungsverfahren (FB) Hohenahr-Erda übergab die Tafeln am 9. März 2017 im Namen der Teilnehmergemeinschaft (TG) an den ersten Beigeordneten Edgar Rücker. Dieser vertrat den Bürgermeister der Gemeinde Hohenahr, die künftig auch für die Pflege der neuen Tafeln zuständig ist.

Sehr erfreut über die neuen Tafeln zeigte sich Hans Kammler, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft im Flurbereinigungsverfahren Hohenahr-Erda. Er und seine TGVorstandskollegen Klaus Geier und Horst Gundlach waren bei der Übergabe dabei. „Die Kosten für Her- und Aufstellung beider Tafeln hat die TG übernommen, die inhaltliche Erarbeitung erfolgte im Amt für Bodenmanagement“, so Burkhard Frös vom Amt für Bodenmanagement (AfB) Marburg.

Verbraucher erfahren auf der Tafel „Ökologische Landwirtschaft in Erda“, was der Begriff „Bio“ im ökologischen Landbau für bedrohte Nutztierrassen sowie bei der Herstellung von Lebensmitteln bedeutet und welche Vorgaben hinter Biosiegeln stehen. Die Tafel wurde am Sitzplatz im Aartal aufgestellt.

Die Informationstafel „Erda und der 30-jährige Krieg“ steht am oberen Rand der „Schwedenschanze“ in der Nähe der Straßenecke „Zu den Linden“ / „Zu den Neuen Wiesen“. Jürgen Brück, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Hohenahr, erläuterte bei der
Übergabe: „Handschriftliche Eintragungen im Erdaer Kirchenbuch belegen die bekannte Geschichte über den Mord an zwei Erdaer Bürgern. Das Auffinden der Belege und die unleserliche Handschrift des Pfarrers waren schon besondere Herausforderungen für meine Kollegen vom Heimat- und Kulturverein und mich.“ Jürgen Brück hat Susanne Trautwein- Keller, Landschaftspflegerin im AfB Marburg, bei der Erarbeitung des geschichtlichen Themas intensiv unterstützt.

Eingerichtet wurde der Erlebnisweg „Typisch Erda“ vor zehn Jahren im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Hohenahr-Erda. Durch Zusammenarbeit des Amtes für Bodenmanagement Marburg (Flurbereinigungsbehörde), der Teilnehmergemeinschaft des
Flurbereinigungsverfahrens und der Gemeinde Hohenahr entstand südlich der Ortslage ein 1,5 Kilometer langer Rundwanderweg, der mit Informationstafeln bereichert wurde. Hier werden charakteristische Themen der Gemarkung und des Ortes aufgegriffen. Dargestellt werden die Landschaft, außergewöhnliche Tiere und Pflanzen, die Geschichte von Erda und einiges mehr. Außerhalb des Rundweges erläutert eine Tafel im Norden Erdas die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Gaststätte „Eiserne Hand“. Im Westen ist dieser Lehrpfad nun auf Wunsch des TG-Vorstandes um die zwei Tafeln „Ökologische Landwirtschaft in Erda“ und „Erda und der 30-jährige Krieg“ erweitert worden.

Ziel dieses Erlebnis- und Lehrweges ist es, die Besonderheit der heimischen Umgebung aufzuzeigen, zu informieren, Interesse zu wecken und die Schutzwürdigkeit dieser einzigartigen Gegend bekannt zu machen.

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