Flurbereinigung in Hohenstein – Ausbau in zwei Flurbereinigungsverfahren abgeschlossen

In den Flurbereinigungsverfahren Hohenstein-Steckenroth und Holzhausen sind alle Baumaßnahmen und Pflanzungen abgeschlossen. Das Amt für Bodenmanagement Limburg a. d. Lahn und der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Steckenroth zeigen in einem Rundgang am 23. August allen Interessierten, wie die Landschaft neugestaltet wurde.

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Blick entlang der „Hahner Straße“ mit Bäumen zur Visualisierung des Limes

Im Jahr 2007 ist in der Gemeinde Hohenstein ein integriertes ländliches Entwicklungskonzept mit räumlichem und thematischem Schwerpunkt (SILEK) aufgestellt worden. Daraus resultierten bisher vier Flurbereinigungsverfahren.

In den beiden Verfahren Hohenstein-Steckenroth und Holzhausen ist nun ein wesentlicher Abschnitt abgeschlossen worden: Die in der Neugestaltungsplanung festgelegten Maßnahmen sind umgesetzt.

Die Flurbereinigungsbehörde hat im Flurbereinigungsgebiet Steckenroth mit knapp 100 Beteiligten und in Holzhausen mit circa 120 Beteiligten verhandelt. Diese können seit dem Herbst 2017 die neuen Flächen bewirtschaften. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits Baumreihen, Saumflächen und Lerchenblühstreifen zur Gestaltung des Landschaftsbildes und zum Zwecke des Naturschutzes angelegt worden. Ein Teil dieser Maßnahmen dient zum Ausgleich der flurbereinigungsbedingten Baumaßnahmen.

Im Herbst 2018 ist in den beiden Verfahren mit dem Ausbau der Wege begonnen worden. Diese Baumaßnahmen sind vor kurzem abgeschlossen worden.

Für die Durchführung der beiden Flurbereinigungsverfahren sind insgesamt knapp 1,3 Millionen Euro ausgegeben worden. Hiervon werden im Verfahren Steckenroth 80 Prozent und im Verfahren Holzhausen 75 Prozent durch Zuschüsse der EU, des Bundes und des Landes Hessen gefördert. Die verbleibenden 20 beziehungsweise 25 Prozent werden von der Gemeinde Hohenstein aufgebracht.

In Holzhausen konnte neben einer Verbesserung der Agrarstruktur die naturnahe Entwicklung der örtlichen Gewässer verbessert werden. Im Rahmen dessen erfolgte unter anderem die Ausweisung eines an die örtlichen Verhältnisse angepassten Uferrandstreifens. 

Ergebnisse der Neuordnung in Steckenroth sind zum Beispiel der Schutz eines Abschnitts des Weltkulturerbes Limes sowie eine Verbesserung der Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen. In der Regel wird eine von Wegen umschlossene Ackerfläche nur noch von einem Landwirt bewirtschaftet. Auch in Steckenroth konnte das Flurbereinigungsverfahren, wie in Holzhausen, zum Gewässerschutz beitragen. Entlang der Gräben und Bäche konnten auch hier Uferrandstreifen ins Eigentum der Gemeinde Hohenstein übertragen werden.

Am Freitag, den 23. August 2019 findet um 15:00 Uhr im Hohensteiner Ortsteil Steckenroth ein Rundgang zur Information über das Flurbereinigungsverfahren Hohenstein-Steckenroth statt. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Wanderung beginnt am Haus des Dorfes in Steckenroth. Der Weg führt hinauf in die Feldlage Scheuern und dann durch die Hellerlach zum Limes Rastplatz. Nach einer kurzen Pause geht es weiter zum Sportgelände des Sportvereins Steckenroth, wo der Abschluss der Führung vorgesehen ist.

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