Frischborn: Abschlussveranstaltung der Flurbereinigung

Das Flurbereinigungsverfahren Lauterbach-Frischborn ist abgeschlossen. Im Rahmen einer Teilnehmerversammlung zogen Vertreter des Amtes für Bodenmanagement Fulda, der Teilnehmergemeinschaft, der Stadt Lauterbach und des Vogelsbergkreises Bilanz über das seit 1991 laufende Verfahren.

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Frischborn - Abschlussveranstaltung der Flurbereinigung

Die Veranstaltung begann mit der Enthüllung einer Erinnerungstafel am Wehr der Lauter. Amtsleiterin Barbara Bachner dankte dem Vorstand, allen Mitgliedern der Teilnehmergemeinschaft sowie den Gremien, Fachverwaltungen und Kolleginnen und Kollegen des Amtes für Bodenmanagement, die am Verfahren mitwirkten. In einer Schweigeminute wurde den verstorbenen Vorstandsmitgliedern der Teilnehmergemeinschaft gedacht.

In der Maschinenhalle, die im Zuge des Verfahrens errichtet wurde, gab Abteilungsleiter a.D. Hanfried Böttner einen Rückblick auf das Verfahren. Er zeigte durch den Vergleich vor und nach dem Ausbau und der Umsetzung einzelner Maßnahmen anschaulich auf, was die Flurbereinigung in Frischborn bewirkt hat.

Das Flurbereinigungsgebiet umfasste fast die gesamte Gemarkung Frischborn, den „Eisenbachgrund“ der Gemarkung Rixfeld und nahezu alle Waldflächen. Im Laufe des Verfahrens wurde zudem der Teilbereich „Herbsteiner Weg“ des alten Bebauungsplanes Nr. 2 einbezogen und sieben neue Bauplätze im Flurbereinigungsgebiet ausgewiesen.

Durch die Neuordnung der Eigentumsgrundstücke sowie das Hinzuziehen von Pachtflächen zu noch größeren Bewirtschaftungseinheiten ergeben sich für die landbewirtschaftenden Betriebe erhebliche betriebswirtschaftliche Verbesserungen. Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller hob darüber hinaus die Projekte der Dorfgemeinschaft hervor, wie beispielsweise den Bau der Maschinenhalle, die Erneuerung der Eisenbachbrücke und die Parkplätze an der Grillhütte. „Dass man heute auf dem hessischen Radfernweg R 7 von Frischborn nach Hopfmannsfeld radeln kann, ist vornehmlich dem Flurbereinigungsverfahren zu verdanken.“, lobte Vollmöller die Erfolge dieser Flurbereinigung.

Zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie wurde an Lauter, Brenderwasser, Eisenbach und Asmusbach insgesamt 21 ha Land erworben. Dadurch konnte diesen Gewässern mehr Fläche zur natürlichen Entwicklung gegeben und Uferrandstreifen ausgewiesen werden. Zum Nutzen der Bürger wurden von den Stadtwerken 25 ha Land angekauft, um die Zone II des Trinkwasserschutzgebietes vor dem Eintrag von Dünger und Pflanzenschutzmitteln zu schützen und auch zukünftig unbelastetes Trinkwasser fördern zu können.

Auch der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Jens Mischak, der in Vertretung von Landrat Manfred Görig die Grußworte überbrachte, bedankte sich bei allen Akteuren für die umfangreiche Maßnahmenumsetzung im Flurbereinigungsverfahren. Er hob hervor, dass bereits seit Jahrzehnten durch Flurneuordnungsmaßnahmen aktiver Klimaschutz betrieben wird.

Als zuständiger Sachbearbeiter hob Dieter Stoppok abschließend die gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten hervor.

Der Vorsteher der Teilnehmergemeinschaft, Berthold Habermehl, schloss die Runde der Dankesworte und Rückblicke ab und fasste die damals für die Flurbereinigung in Frischborn getroffene Entscheidung mit all ihren positiven Errungenschaften und Auswirkungen knapp mit den Worten „alles richtig gemacht“ zusammen.

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