Gewässer brauchen Raum!

Viele Kommunen stehen vor der Herausforderung, Maßnahmen an Fließgewässern aus dem Maßnahmenprogramm der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen. Häufig fehlen dafür die benötigten Flächen. Aus diesem Grund fanden sich Vertreter des Regierungspräsidiums Darmstadt, der Unteren Wasserbehörden der Landkreise sowie mehr als 50 Vertreter der Kommunen aus Wetterau- und Main-Kinzig-Kreis zum Geoforum beim Amt für Bodenmanagement (AfB) in Büdingen ein.

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GeoForum AfB Büdingen

Ziel der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ist es, den Zustand der Gewässer zu erhalten beziehungsweise zu verbessern, um Wasser als eine wichtige Lebensgrundlage zu schützen.

Die Umsetzung des dazu aufgestellten Hessischen Maßnahmenprogramms durch die Kommunen steht häufig noch ganz am Anfang. In seinem Vortrag stellte Andreas Herz von der Unteren Wasserbehörde des Main-Kinzig-Kreises den dringenden Handlungsbedarf anhand praktischer Beispiele dar. Für die Umsetzung der erforderlichen Projekte bestehen seitens des Landes Hessen in den nächsten Jahren sehr gute Fördermöglichkeiten von bis zu 95 Prozent. Zentraler Punkt bei vielen Maßnahmen ist die Ausweisung von kommunalen Flächen entlang der Gewässer, um deren natürliche Entwicklung zu ermöglichen. Der Ankauf dieser Flächen stellt für die Städte und Gemeinden eine nahezu unüberwindliche Hürde dar.

Genau an diesem Punkt setzt die Unterstützung des AfB Büdingen an, denn das Amt verfügt über geeignete Möglichkeiten des Bodenmanagements, um das Eigentum an den Flächen so zu ordnen, dass die Ziele erreicht werden können. Vom Freiwilligen Landtausch, über das Beschleunigte Zusammenlegungsverfahren bis hin zur Vereinfachten Flurbereinigung stellte Hilke Bertschy-Abele vom AfB verschiedene Verfahren dar, die im Hinblick auf Kosten und Zeit sehr effizient sind. „Sie als Kommune müssen nicht wissen, welches Verfahren zur Anwendung kommen soll. Wir werden gemeinsam mit Ihnen die geeignete Verfahrensart finden“, ermunterte Hilke Bertschy-Abele dazu, den Kontakt mit dem AfB aufzunehmen.

Zahlreiche bereits realisierte Verfahren im Amtsbezirk zeigen, dass Kommunen dadurch eine sehr gute Unterstützung und Entlastung erfahren. Diese wurden den Teilnehmern im Foyer präsentiert, wobei Susanne Hecht, Achim Hardt und Matthias Höhn als erfahrene „Bodenmanager“ des AfB für Erläuterungen und Fragen bereit standen. Es entwickelten sich umgehend intensive fachliche Diskussionen und erste Anschlusstermine wurden vereinbart.

„Eine Veranstaltung alleine zu dem Thema „Europäische Wasserrahmenrichtlinie“ hat es in dieser Form noch nicht gegeben. Das bringt uns gemeinsam einen großen Schritt weiter“, lobte Andreas Herz die Wahl des Themas und traf damit auf breite Zustimmung im Saal. Vom Regierungspräsidium Darmstadt betonte Harald Lüttkenhaus-Kopp das konstruktive Zusammenwirken seiner Fachbehörden mit dem Büdinger Amt.

„Wichtig ist, dass alle beteiligten Akteure in der Region gemeinsam an einem Strang ziehen. Dafür bietet das jährliche Geoforum die geeignete Plattform. Sicherlich werden wir auch im nächsten Jahr wieder ein passendes und aktuelles Thema finden“, fasste Amtsleiter Dr. Andreas Schweitzer in seinem Schlusswort am Ende des Forums zusammen.

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Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinfomation
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