Gewässern Raum verschaffen

Wie kann die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie funktionieren? Wie hat der Hochtaunuskreis seine Geodateninfrastruktur aufgebaut? – Das waren die zentralen Fragen auf dem diesjährigen GeoForum des Amtes für Bodenmanagement Limburg a. d. Lahn (AfB) am 08.11.2018, über die sich Bürgermeister/innen und weitere Fachleute der Kommunen ausgetauscht haben.

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GeoForum 2018 AfB Limburg

Die Schwerpunkte auf dem GeoForum in Limburg a. d. Lahn stellten in diesem Jahr die Wasserrahmenrichtlinie und die Geodateninfrastruktur dar. Aus den Kommunen des Hochtaunuskreises, des Landkreises Limburg-Weilburg, des Main-Taunus-Kreises, des Rheingau-Taunus-Kreises und der Städte Frankfurt und Wiesbaden sind rund 50 Fachleute darunter elf Bürgermeister/innen der Einladung gefolgt.

„Nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie sollten alle Gewässer bis 2015, unter Anwendung von Ausnahmeregelungen bis spätestens 2027, im guten Zustand sein. Die jüngste Berichterstattung der EU-Mitgliedstaaten zeigt, dass dieses Ziel noch in weiter Ferne liegt und weiterhin große Anstrengungen zur Zielerreichung notwendig sind“, so das Umweltbundesamt auf seiner Webseite.

Die Städte und Gemeinden wissen: Gewässer brauchen Raum. Häufig handelt es sich dabei jedoch um Flächen, die sich nicht in kommunaler Hand befinden. Um dennoch die Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen und den dazugehörigen Maßnahmenplan umzusetzen, bietet das ländliche Bodenmanagement Möglichkeiten, Flächen an Gewässern bereitzustellen und gleichzeitig einen Ausgleich der Nutzungskonkurrenzen zu erzielen.

In allen Kreisen ist der Austausch von Geodaten über eine Geodateninfrastruktur ein interessantes Thema im Zeitalter der Digitalisierung. Der Hochtaunuskreis baut mit seinen Kommunen eine Geodateninfrastruktur mit Unterstützung des Förderprogramms für Interkommunale Zusammenarbeit auf. Es werden hierbei die verteilt liegenden Geodaten in den einzelnen Kommunen beim Kreis einheitlich gebündelt. Danach können alle über ein Portal auf die eingestellten Geodaten zugreifen. Ob Bebauungspläne, Schulstandorte, Gewerbeflächen oder Feuerwehrwachen, alle Daten werden nach und nach auf die Datenplattform übertragen und stehen dann allen Kommunen im Kreis zur Verfügung. Das AfB berät die Landkreise beim Aufbau einer Geodateninfrastruktur.

In weiteren Vorträgen sind aktuelle Themen und Neuigkeiten aus dem Liegenschaftskataster erörtert worden.

Das GeoForum des AfB stellt eine Plattform für Bürgermeister/innen und Fachleute der Kommunen für Informationen und Austausch rund um „Bodenmanagement“, „Liegenschaftskataster“ und „Immobilienwerte“ dar  - die zentralen Aufgaben des AfB.

Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecher: Herr Dr. Thomas Rossmanith
Telefon: +49 611 / 535 - 5399
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E-Mail: thomas.rossmanith@hvbg.hessen.de

Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation
Schaperstraße 16
65195 Wiesbaden

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