Hypothekenzins niedrig – Wohnraumpreise weiter hoch

Trotz Corona-Pandemie war die Nachfrage nach Immobilien im Jahr 2020 in Hessen ungebrochen: Das Transaktionsvolumen stieg dabei um 3,3 Prozent auf 26,2 Milliarden Euro. Landesweit blieb die Anzahl der Transaktionen auf dem Niveau des Vorjahres. Etwa 70.000 Immobilien wechselten die Besitzerin oder den Besitzer. Das zeigt der Immobilienmarktbericht der Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH). Die Daten liefern Immobilien- und Wohnungswirtschaft, Politik sowie Bürgerinnen und Bürgern eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Investitionen und Bauvorhaben.

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4 Bauklotzhäuser vor unscharfem Hintergrund stehen auf einem Landkartenausschnitt

Allein in der Stadt Frankfurt wurden rund 4.300 Käufe mit einem Gesamtgeldumsatz von 6,3 Milliarden Euro getätigt. Damit führt sie unangefochten den hessischen Immobilienmarkt an. Es folgen die Stadt Wiesbaden (2,5 Milliarden Euro) und der Landkreis Offenbach (1,7 Milliarden Euro). Die umsatzstärksten Landkreise sind weiterhin im Rhein-Main-Gebiet zu finden, das als Wirtschaftsmotor auch den Immobilienmarkt prägt: Hier werden auch die höchsten Preise bezahlt. Doch auch der Umsatz in den nördlichen Landesteilen steigt, so das Fazit der ZGGH.

Ein gebrauchtes, freistehendes Einfamilienhaus in Hessen wechselte im Jahr 2020 für durchschnittlich 400.000 Euro (2019: 390.000 Euro) die Besitzerin bzw. den Besitzer.
Für eine neue Eigentumswohnung mussten Käuferinnen und Käufer im letzten Jahr rund 3.700 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Eine gebrauchte Eigentumswohnung war für durchschnittlich 2.350 Euro pro Quadratmeter zu haben. Über einen Zeitraum von zehn Jahren sind die Preise durchgängig gestiegen. „Dieser langjährige Trend setzt sich auch während der Corona-Pandemie fort.“ Alles deute nach Einschätzung der Geschäftsstelle darauf hin, dass der Immobilienmarkt weiterhin von niedrigen Hypothekenzinsen geprägt sei.

Die im jährlich veröffentlichten, hessischen Immobilienmarktbericht stehenden Informationen bieten Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmern eine erste Orientierung, die durch die ebenfalls jährlich erscheinenden regionalen Immobilienmarktberichte weiter detailliert werden kann. Eine gute Kenntnis des Immobilienmarkts sichert Investitionen – das ist die gesetzliche Aufgabe der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte: Schaffung von Transparenz auf dem Immobilienmarkt.

Basierend auf den von den regionalen Gutachterausschüssen erfassten und ausgewerteten Kaufverträgen, beschreibt der hessische Immobilienmarktbericht aus überregionaler Sicht das Marktgeschehen und verzahnt die regionalen Immobilienmarktberichte zum Beispiel durch Umsatzzahlen aus allen hessischen Landkreisen, Durchschnittspreisen für Eigenheime und durchschnittlich erzielte Mieten. Landesweite Auswertungen in Form von Sachwertfaktoren, Rohertragsfaktoren und Liegenschaftszinssätzen ergänzen den Marktbericht. Die Auswertungen basieren auf den Verkaufsfällen des Jahres 2020.

Der Immobilienmarktbericht des Landes Hessen 2021 ist gegen eine Gebühr von 50 Euro erhältlich und kann als Download über gds.hessen.de (Produkte / Privatkunden / Immobilienmarkt) erworben werden.

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