Immobilien boomen weiterhin

Seit vielen Jahren kennen die Immobilienmärkte nur eine Richtung – steil nach oben! Die Nachfrage übersteigt dank Niedrigzinsen weiterhin das Angebot; die Immobilienpreise in Hessen ziehen weiter an. Dies geht aus einer am 10. Januar 2019 veröffentlichten Trendmeldung der Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH) hervor.

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ZGGH Trendmeldung 2019

Nach Auswertung von etwa 85 Prozent der im Jahr 2018 eingegangenen Kaufverträge erwarten die Gutachterausschüsse im gerade abgelaufenen Jahr ein Transaktionsvolumen von landesweit etwa 60.000 Verträgen für bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Eigentumswohnungen (2017: 66.269 Kaufverträge).

Die landesweite Nachfrage nach Immobilien führt zu Preissteigerungen in allen Regionen Hessens. Im Hinblick auf die absoluten Kaufpreise ist jedoch weiterhin ein Nord-Süd-Gefälle auf dem hessischen Immobilienmarkt zu beobachten.

Die meisten Transaktionen sowie die höchsten Grundstücks- und Immobilienpreise registrierten die Gutachterausschüsse in der südlichen Landeshälfte. Wohnbaugrundstücke verteuerten sich dort seit 2013 von 290 Euro pro Quadratmeter auf 385 Euro pro Quadratmeter, freistehende Einfamilienhäuser von 281.000 Euro auf 388.000 Euro, Erstverkäufe von Eigentumswohnungen von 3.200 Euro pro Quadratmeter auf 4.450 Euro pro Quadratmeter. Damit lagen die jährlichen Preissteigerungen in den letzten fünf Jahren durchschnittlich bei etwa 6,5 Prozent für Bauplätze, bei 7,5 Prozent für Einfamilienhäuser sowie bei fast 8,0 Prozent für Eigentumswohnungen (Neubau).

In der nördlichen Landeshälfte stagnierten die Durchschnittspreise für Wohnbaugrundstücke im Fünfjahresvergleich bei circa 80 Euro pro Quadratmeter. Die Preise für freistehende Einfamilienhäuser erhöhten sich dort seit 2013 im Schnitt von 140.000 Euro auf 190.000 Euro, neugebaute Eigentumswohnungen verteuerten sich von 2.350 Euro pro Quadratmeter auf 2.950 Euro pro Quadratmeter. Damit fielen die jährlichen Preissteigerungen der Immobilien mit circa 5,0 Prozent (Einfamilienhäuser) bzw. ca. 7,0 Prozent (Eigentumswohnungen-Neubau) gegenüber dem Süden spürbar geringer aus.

Als Datenquelle für die Trendmeldung der ZGGH dienten die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse, in denen alle tatsächlich realisierten und notariell beurkundeten Kaufverträge anonymisiert erfasst werden. Die ermittelten Durchschnittswerte müssen sich noch im Laufe der kommenden Monate bestätigen und fließen dann in den Immobilienmarktbericht des Landes Hessen 2019 ein. Dieser enthält weitere Detailinformationen und wird in gewohnter Weise im Juni 2019 veröffentlicht.

Daneben wurde der Immobilien-Preis-Kalkulator (IPK Hessen) mit den auf Wohnimmobilien entfallenden neuen Daten zu Jahresbeginn aktualisiert. Damit können Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Kaufinteressierte individuelle Schätzungen von einzelnen Objekten per Knopfdruck erhalten. Das aktualisierte Online-Produkt steht den Nutzern unter  www.gds.hessen.de ab Ende Januar gebührenpflichtig zur Verfügung.

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