Immobilienpreise 2017 im ganzen Land weiter gestiegen

Bei rückläufigem Verkaufsvolumen ziehen die Immobilienpreise in Hessen weiter an – dies ergab eine heute vorgelegte Trendmeldung der Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH). Nach Auswertung von etwa 85 Prozent der im Jahr 2017 eingegangenen Kaufverträgen und den daraus resultierenden ersten Hochrechnungen haben im gerade abgelaufenen Jahr landesweit rund 66.000 bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Eigentumswohnungen ihre Eigentümer gewechselt (2016: 69.007 Kaufverträge). Die aktualisierten Daten für Wohnimmobilien wurden darüber hinaus bei der Fortschreibung des Immobilien-Preis-Kalkulators (IPK Hessen) berücksichtigt. Damit leisten die Gutachterausschüsse in Hessen einen wesentlichen Beitrag zu einer neutralen Transparenz auf dem Immobilienmarkt.

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Trendmeldung 2018

Entgegen den Vorjahren, in denen der Fokus der Marktteilnehmer weitgehend auf den Ballungszentren lag, zeichnet sich nun eine landesweite Nachfrage nach Immobilien und Preissteigerungen in allen Regionen ab. Im Hinblick auf die absoluten Kaufpreise ist das Nord-Süd-Gefälle auf dem hessischen Immobilienmarkt weiter zu beachten.

Die meisten Transaktionen sowie die höchsten Grundstücks- und Immobilienpreise registrierten die Gutachterausschüsse in der südlichen Landeshälfte. Wohnbaugrundstücke verteuerten sich dort seit 2012 von 280 Euro/Quadratmeter auf 360 Euro/Quadratmeter, freistehende Einfamilienhäuser von 284.000 Euro auf 380.000 Euro, Erstverkäufe von Eigentumswohnungen von 3.000 Euro/Quadratmeter auf 4.400 Euro/Quadratmeter. Damit lagen die jährlichen Preissteigerungen in den letzten fünf Jahren durchschnittlich bei etwa 5,5 Prozent für Bauplätze, bei knapp sieben Prozent für Einfamilienhäuser sowie bei rund neun Prozent für Eigentumswohnungen (Neubau).In der nördlichen Landeshälfte stagnierten die Durchschnittspreise für Wohnbaugrundstücke im Fünfjahresvergleich bei circa 80 Euro/Quadratmeter. Die Preise für freistehende Einfamilienhäuser erhöhten sich dort seit 2012 im Schnitt von 148.000 Euro auf 183.000 Euro, neugebaute Eigentumswohnungen verteuerten sich von 2.350 Euro/Quadratmeter auf 2.800 Euro/Quadratmeter Damit fielen die jährlichen Preissteigerungen der Immobilien mit circa 4,5 Prozent (Einfamilienhäuser) bzw. etwa vier Prozent (Eigentumswohnungen-Neubau) gegenüber dem Süden spürbar geringer aus.

Als Datenquelle für die Trendmeldung der ZGGH dienten die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse, in denen alle tatsächlich realisierten und notariell beurkundeten Kaufverträge anonymisiert erfasst werden. Die ermittelten Durchschnittswerte müssen sich noch im Laufe der kommenden Monate bestätigen und fließen dann in den Immobilienmarktbericht des Landes Hessen 2018 ein. Dieser enthält weitere Detailinformationen und wird in gewohnter Weise im Juni 2018 veröffentlicht.

Daneben wurde der Immobilien-Preis-Kalkulator (IPK Hessen) mit den auf Wohnimmobilien entfallenden neuen Daten zu Jahresbeginn aktualisiert. Damit können Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Kaufinteressierte individuelle Schätzungen von einzelnen Objekten per Knopfdruck erhalten. Das aktualisierte Online-Produkt steht den Nutzern ab Mitte Januar 2017 gebührenpflichtig zur Verfügung.

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