Keine Teilung in Pfungstadt

Entgegen der Ankündigung vom September 2019 wird das Flurbereinigungsverfahren Pfungstadt nicht in zwei separate Verfahren aufgeteilt. Diese Entscheidung hat das Hessische Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation als obere Flurbereinigungsbehörde zusammen mit dem Amt für Bodenmanagement (AfB) Heppenheim getroffen. Maßgeblicher Grund dafür sind geänderte Voraussetzungen bei der geplanten Ortsumgehung Eschollbrücken.

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einen Acker mit dunklen Wolken im Hintergrund

Die Eschollbrücker Bürgerinnen und Bürger haben sich im Jahr 2015 per Abstimmung für den Bau einer Ortsumgehung ausgesprochen. Allerdings sei derzeit nicht absehbar, wann das nötige Planfeststellungsverfahren umgesetzt werde, so Verfahrensleiter Niels Kropp, der im regelmäßigen Austausch mit Hessen Mobil und der Stadt Pfungstadt steht. Somit fällt auch der wesentliche Anlass zur Teilung in zwei separate Flurbereinigungsverfahren weg.

Ziel war es, die Flurbereinigung rund um die geplante Ortsumgehung, die den Pfungstädter Stadtteil Eschollbrücken und dessen Ortsteil Eich entlasten soll, sowie das Teilgebiet 1 Pfungstadt-West zu trennen. Bereits im September 2019 wurden die betroffenen Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer in einer Informationsveranstaltung über die Teilung des Verfahrensgebietes und die entstehenden Kosten aufgeklärt.

Einen Nachteil durch den Wegfall der Teilung müssen Beteiligte des Flurbereinigungsverfahrens nicht fürchten - im Gegenteil. „Hierdurch entsteht keine größere Wartezeit für die Weiterführung im Gebiet von Eschollbrücken“, so Kropp. Das Flurbereinigungsverfahren in Pfungstadt werde weiter mit höherer Priorität betrieben, um trotzdem im Gesamtverfahren eine schnellere Rechtssicherheit, sprich den Eintrag der neuzugeteilten Flächen ins Grundbuch, für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erreichen. Schon im März 2017 wurden Grundstücksbesitzerinnen und -besitzer vorläufig in den Besitz der neuen Grundstücke eingewiesen; sie sollten bereits frühzeitig zu der neuen Landzuteilung kommen.

„Wir werden unser Möglichstes tun, um die Flurbereinigung in Pfungstadt im gesamten zügig abzuschließen. Zum einen zur Zufriedenheit aller Beteiligten und zum anderen, um den konkurrierenden Planungen zuvorzukommen“, so Kropp abschließend. Mit der geplanten Autobahnverbreiterung der A67 sowie dem parallel verlaufenden Neubau der ICE-Strecke Frankfurt-Mannheim stehen in Pfungstadt weitere größere Infrastrukturprojekte an, die ebenfalls Maßnahmen zur Bodenordnung nach sich ziehen werden.

Amtsleiter Thomas Knöll spricht dabei von einem Spagat zwischen zukunftsorientierter Technologie, Sonderkulturen und nachhaltigem Flächenmanagement.

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