Klein, fein, wirksam - Flurbereinigungsverfahren Grünberg-Seenbach beendet

Das Flurbereinigungsverfahren Grünberg - Seenbach ist offiziell mit der Schlussfeststellung beendet worden. Letztmals trafen sich die Vertreter des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft (TG) Albrecht Jochim und Ulrich Trüller, der Bürgermeister der Stadt Grünberg, Frank Ide und als Vertreter der Gemeinde Mücke, Thomas Heidlas am 24. September 2019 zu einer kurzen Rückschau. Dazu hatte das Amt für Bodenmanagement (AfB) Marburg, vertreten durch Burkhard Frös (Verfahrensleiter) und Wolfgang Stein ins Rathaus der Stadt Grünberg eingeladen.

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Abschluss Flurbereinigung Grünberg-Seenbach

Das Flurbereinigungsgebiet von Grünberg-Seenbach umfasst insgesamt 58 Hektar mit 181 Grundstücken und fast halb so vielen Beteiligten. Es erstreckt sich über fünf Grünberger und Mücker Gemarkungen entlang des Seenbaches zwischen Laubach-Freienseen und Mücke-Flensungen.

Hauptauslöser für die Flurbereinigung war 2011 die erforderliche Landbereitstellung für die Renaturierung des Seenbachs. Dafür wurden auf einer Länge von etwa vier Kilometern rund sieben Hektar Land benötigt.

Weil es das Flurbereinigungsrecht erlaubt, Grundstücke irgendwo im Verfahrensgebiet aufzukaufen und an die Stellen umzulegen, an denen Flächen benötigt werden, konnten den Kommunen über 100 Einzelregelungen erspart werden.

Auf diese Weise erhielt der Seenbach beidseitig je zehn Meter breite Uferrandstreifen und den Raum für dreizehn Vorlandanwallungen. So werden niedrige Wälle quer zum Bachlauf bezeichnet, die bei Hochwasser für langsames Abfließen sorgen und dadurch die Ortslagen entlasten.

Darüber hinaus wurden in Grünberg und Mücke agrarstrukturelle Vorteile für die Landwirtschaft durch Grundstückszusammenlegungen erreicht.

Kosten sind den Eigentümern keine entstanden. Die Aufwendungen für beispielsweise die Vermessungsarbeiten wurden von den beiden Kommunen getragen und der Grunderwerb war durch Zuwendungen aus dem Landesprogramm „Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz“ abgedeckt.

Burkhard Frös und Wolfgang Stein vom AfB hoben hervor, dass solche eher kleineren Verfahren mit Schwerpunkt auf zügige und effiziente Flächenbereitstellung durch Bodenmanagement gegenwärtig von Kommunen und Wasserverbänden gerne genutzt werden, insbesondere auch für Maßnahmen nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Vom Flurbereinigungsbeschluss Ende 2011 bis zur Schlussfeststellung Mitte 2019 wurden Landbereitstellungsverhandlungen, Vermessungsarbeiten an den neuen Grundstücken, Gespräche mit allen Eigentümern, Ergebnisdokumentationen im Flurbereinigungsplan bis hin zum Eintritt des neuen Rechtszustandes sehr zügig abgewickelt.

Bürgermeister Ide, Thomas Heidlas sowie Albrecht Jochim dankten den Vertretern des AfB (Flurbereinigungsbehörde) daher für die schnelle Abwicklung.

Verfahrensleiter Frös wiederum dankte dem Vorstand der TG für ihre ehrenamtliche Tätigkeit während der vergangenen Jahre und überreichte ihnen als Anerkennung hierfür Urkunden vom AfB Marburg.

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