Landbewirtschaftende, Reisende und Einheimische profitieren

Insgesamt fünf Teilstücke von Wegen in den Gemarkungen Niederkleen, Oberkleen, Cleeberg, Espa und Langgöns wurden für die Zukunft gerüstet. Bürgermeister Marius Reusch und Stefanie Flecke, Leiterin vom Amt für Bodenmanagement Marburg, eröffneten feierlich die Streckenabschnitte. Das freut Landbewirtschaftende, Reisende sowie Erholungsuchende aus der Gegend gleichermaßen, denn rund 400 Hektar Kulturlandschaft sind nun über das multifunktionale Wegenetz besser erreichbar. Insgesamt wurden fast 460.000 Euro verbaut. Davon stammen rund 285.000 Euro aus dem Förderprogramm für „dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen (dlCaI)“ der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Hessen.

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Zwei Radfahrer auf dem neuen multifunktionalen Weg im Grünen

In Langgöns entsprachen viele Feldwege dem Standard der 50-er und 60-er Jahre. Größere und modernere Maschinen, veränderte Bewirtschaftungsverhältnisse, aber auch veränderte Bedürfnisse aufgrund der intensiven touristischen Nutzung, machten somit eine Anpassung des ländlichen Wegenetzes erforderlich. Die erfolgreiche Umsetzung des multifunktionalen Wegenetzes setzte sich dabei aus verschiedenen Maßnahmen zusammen:

Auf dem Langgönser Verbindungsweg zwischen dem „Mandlerweg“ und dem Weg nach Dornholzhausen können breitere Erntemaschinen nun problemlos eingesetzt werden. Fußgängerinnen und -gänger als auch Radfahrerinnen und -fahrer haben Ausweichflächen und können den Weg gleichzeitig nutzen.

In der Gemarkung Oberkleen wurde der multifunktional genutzte Hauptwirtschaftsweg durch das idyllische Tal am Mennerkleebach den jeweiligen Erfordernissen entsprechend neu ausgebaut. Durch den nun 3,50 Meter breiten Weg können rund 106 Hektar Felder und Wiesen im Tal zeitgemäßer bewirtschaftet werden.

Der Hohlweg in Niederkleen, Richtung Gemeindewald am Sanges, wird von den Anwohnerinnen und Anwohnern gerne zum Spazieren oder für Radtouren genutzt. Für die Landbewirtschaftenden ist er unverzichtbar, um die Ernte mit Lastkraftwagen direkt vom Feld abzutransportieren oder mit ihren Landmaschinen Äcker und Wiesen zu erreichen. Auch die Erreichbarkeit des Landhandels in Butzbach oder Langgöns konnte mit dieser Wegebaumaßnahme verbessert werden.

Der Seegrund zwischen Espa und Cleeberg liegt zwischen Wäldern, ausgedehnten Wiesen, Weiden, kleineren Äckern und Teichen entlang des Kleebachs. Durch dieses beliebte Naherholungsgebiet führt der Seegrundweg, ein gemarkungsübergreifender Wirtschafts- und Wanderweg. Der Weg ist zudem Teil des Radwegekonzeptes zwischen dem Landkreis Gießen und dem Wetteraukreis sowie des „Panoramaweges Cleeberg“. Genutzt wird er außerdem von der Landwirtschaft zur Holzabfuhr und zum Erreichen der Fischteiche. Auch an diesem multifunktionalen Weg konnten die erforderlichen Erneuerungsmaßnahmen umgesetzt werden.

Mit dem Ausbau von fünf Wegabschnitten konnte somit das Wegenetz nachhaltig für die Zukunft gerüstet werden.

Kommunen aus ganz Hessen bewerben sich um die Gelder aus dem dlCaI-Fördertopf. Vergeben werden sie jährlich hessenweit nach einheitlichen Kriterien. Ein Punktesystem (Ranking) bestimmt jedes Jahr die Reihenfolge aller Antragstellerinnen und Antragssteller. Anträge können bei den Ämtern für Bodenmanagement gestellt werden. Dort erhalten Kommunen auch Beratung zu möglichen Fragen rund um die Fördermittel.

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Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation
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