Lernreise in fremde Welten bei AWO Integra

Auf zur „Lernreise in fremde Welten“ hieß es vor Kurzem für vier Referendarinnen und deren Ausbildungsleiterin in den Odenwald. Von Montag bis Freitag waren sie an den Standorten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Integra in Erbach und Mümling-Grumbach zu Gast. Dort erhielten sie einen Eindruck in verschiedene Arbeitsfelder, schwerpunktmäßig im Umgang mit psychisch und geistig-körperlich beeinträchtigen Menschen. Während der Woche wurden die Lernreisenden in den normalen Arbeitsalltag voll eingebunden.

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Lernreise in fremde Welten

Reiner Hamburger, Personalentwickler des HLBG: „Lernreisen sind eine Chance für Veränderung und Erweiterung der eigenen Persönlichkeit. Ziel ist es, den Referendarinnen und zukünftigen Führungskräften einen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen, um dann die gemachten Erfahrungen in den eigenen Führungsalltag zu integrieren.“

Zukünftigen Führungskräften würden Erfahrungen in sozialen Arbeitsbereichen vermittelt, die sich deutlich vom beruflichen Alltag in ihrem Bereich unterscheiden würden, so Hamburger weiter. Die Referendarinnen lernten in ihrer Einsatzwoche eine für sie neue soziale Praxis, die der sozialen Arbeit, kennen. Ziel der Lernreise war die Erweiterung des Horizonts und die Wahrnehmung sozialer Problemlagen sowie der professionelle Umgang damit. Sie sollen diese Erfahrungen im neuen Lernfeld subjektiv verarbeiten und sozial kompetenter in das eigene Arbeitsfeld zurückkehren.

In dieser Hinsicht erfolgten neue Erfahrungen, u. a. mit plötzlich unbekannten Situationen, dem Umgang mit besonderen Menschen sowie eine starke Selbstreflexion. Die Teilnehmerinnen sahen die Lernreise als eine gute Idee, auch für die eigene Entwicklung als Führungskraft. Egal in welcher Arbeitssituation, seien Anerkennung und Motivation wichtige Bestandteile von Führung und würden ein positives Arbeitsumfeld und gute Arbeitsergebnisse begünstigen. Viele empfanden es als gut, diese Woche erlebt zu haben. Insbesondere unter dem Aspekt, dass es keine fremde Welt sei, sondern eine Welt sein solle, die nicht fremd ist.

Nicht nur auf Seiten der HVBG konnte ein Mehrwert aus der Lernreise gezogen werden. Auch der Betriebsleiter des AWO Integra Tagwerks, Heiko Birkenstock, begrüßte das Projekt: „Durch den intensiven Austausch der Teilnehmerinnen mit den örtlichen Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern der AWO kam es zu einer verstärkten Selbstreflexion. Wir sind sehr dankbar für die Gespräche mit den Referendarinnen.“

Aufgrund des durchgehenden positiven Feedbacks der Referendarinnen und der AWO Integra, wird die Lernreise in fremde Welten künftig in den Ausbildungsplan des Referendariats aufgenommen. Ein Termin zur Fortsetzung in 2020 wurde bereits zusammen mit der AWO fest vereinbart. „Die vielfältigen Reflexionen der Referendarinnen waren auch für mich persönlich als Führungskraft mit einiger Erfahrung sehr bereichernd. Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden“, so Michael Lo Re, Abteilungsleitung Z.

Claudia Zmyslony, Ausbildungsleiterin höherer technischer Dienst, die an dieser Lernreise ebenfalls teilgenommen hat: „Führung kann nicht ausschließlich durch Lesen gelernt werden. Die unmittelbare Erfahrung, gerade auch außerhalb der eigenen Komfortzone, ist ganz wichtig. Ich bin froh, teilgenommen zu haben.“

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