Neugierig auf Technik - Geoinformation zum Anfassen

Was genau macht eigentlich eine Geomatikerin? Dieser Fragestellung gingen 15 Mädchen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren am 27. April beim Girls‘ Day im Amt für Bodenmanagement Büdingen nach. Den Schülerinnen wurde auch in diesem Jahr wieder das breite Spektrum der Aufgaben der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation vorgestellt.

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Girl´s Day AfB Büdingen

Kurz vor halb neun am Donnerstagmorgen füllt sich der Eingangsbereich des Amtes für Bodenmanagement Büdingen schlagartig mit 15 jungen Mädchen. Angeregtes Tuscheln zeigen eine gewisse Spannung und Aufregung. Kurz darauf begrüßt Amtsleiter Dr. Andreas Schweitzer die neugierigen Teilnehmerinnen am diesjährigen Girls‘ Day sehr herzlich, bevor das vielfältige Programm dann startet.

Neben Präsentationen, die den Mädchen einen ersten Eindruck vom vielseitigen Ausbildungsberuf Geomatiker/in vermitteln, stehen an diesem Tag praktische Übungen im Mittelpunkt.

Die erste Aufgabe für die Schülerinnen lautet: „Wie kann eine neue Bahnstrecke in die Landschaft eingeplant werden?“ Die Mädchen versetzen sich in die Rolle von Landwirten, Naturschützern und Vertretern der Bahn, deren unterschiedliche Interessen und Wünsche es zu berücksichtigen gilt. Konflikte durch die neue Bahntrasse entstehen durch die Zerschneidung von Feldern und wegfallende Grün- und Waldflächen.

An einem eigens dafür angefertigten Modell in Form eines Puzzles betätigt sich die Gruppe dann als Bodenmanager, die ein Flurbereinigungsverfahren durchführen sollen. Ziel ist es dabei, die Konflikte möglichst einvernehmlich zu lösen, was zu lebhaften Diskussionen und äußerst kreativen Lösungen führt. Letztendlich entsteht aus den Puzzleteilen eine neugeordnete Landschaft, bei der die Wünsche aller Beteiligten berücksichtigt wurden. Stolz präsentieren die Mädchen ihr Ergebnis.

Eine zweite praktische Übung beschäftigt sich mit der technischen Verarbeitung von Geodaten (raumbezogenen Informationen) am PC. Bei der Erstellung eines eigenen „Shoppingkatasters“ für die Hanauer Innenstadt können die Schülerinnen ihr räumliches Vorstellungsvermögen testen und sich im Umgang mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik üben. Mit Hilfe eines Geoinformationssystems (GIS) und der amtlichen Liegenschaftskarte (ALKIS) werden Geschäfte in einer individuell gestalteten Karte dargestellt, die als Ausdruck mit nach Hause genommen werden kann. Auf diese Weise wird spielerisch der Weg von einer einfachen Tabelle zu einer interaktiven Karte vermittelt.

Mit den Worten „Es freut mich, wenn es euch gefallen hat. Vielleicht sehen wir die eine oder andere von euch ja in der Ausbildung, beim Dualen Studium oder zunächst einmal bei einem Praktikum wieder“, verabschiedet Dr. Schweitzer die Mädchen in ihren wohlverdienten „Feierabend“.

Die Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation geht neue Wege in Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences. Ab 2017 können junge Menschen im Amt für Bodenmanagement neben der zukunftsorientierten Ausbildung zur/m Geomatiker/in, die berufliche Karriere mit einem dualen Studium in der Fachrichtung Geoinformation und Kommunaltechnik starten. Sowohl der dreijährige Ausbildungsberuf als auch das duale Studium zielen darauf ab, jungen Menschen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten beim Umgang mit Geodaten im Umfeld moderner Medien zu vermitteln.

Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecher: Herr Dr. Thomas Rossmanith
Dezernatsleitung Steuerung HVBG, Öffentlichkeitsarbeit, Recht
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Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinfomation
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