Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser ziehen weiter an

Wie entwickelte sich der Immobilienmarkt im zurückliegenden Jahr 2018? Wie viele Immobilien haben den Besitzer gewechselt? Welche Geldsumme wurde für den Kauf von Immobilien eingesetzt und wie haben sich die Immobilienpreise entwickelt? Diese Informationen bündelt der Immobilienmarktbericht 2019. Den Bericht aus der Region stellten die Vorsitzende des Gutachterausschusses, Stefanie Flecke und der stellvertretende Vorsitzende Lothar Dude-Georg beim Amt für Bodenmanagement Marburg der Öffentlichkeit vor.

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Immobilienmarktbericht 2019 - Frau Flecke - Herr Dude-Georg

Der Immobilienmarktbericht 2019 steht für Transparenz auf dem Immobilienmarkt. Er umfasst den Immobilienmarkt der Landkreise Marburg-Biedenkopf und Gießen (ohne die Städte Marburg und Gießen) und den gesamten Lahn-Dill-Kreis. Für diese Regionen werden im Bericht die Entwicklungen von 2012 bis 2018 aufgezeigt. Einzelne Auswertungen betrachten noch längere Zeiträume.

Für das Jahr 2018 wurden – wie im Vorjahr – knapp 10.000 Kaufverträge durch die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses ausgewertet. Der Geldumsatz hat sich mit einem leichten Plus gegenüber dem Vorjahr auch 2018 auf über einer Milliarde Euro gehalten.

Klarer Trend ist: Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser steigen weiter an, während die Gesamtzahl der verkauften Ein- und Zweifamilienhäuser gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig angestiegen ist.

Ein deutlicher Rückgang zeigt sich bei den Baulandverkäufen. 2018 wurden insgesamt 15,6 Prozent weniger Bauplätze in Wohn- und Mischgebieten als im Vorjahr verkauft. Der Jahresmittelwert aller registrierten Bodenpreise fällt mit 100 Euro pro Quadratmeter 14,5 Prozent niedriger als im Vorjahr aus. In allen Teilregionen mit Ausnahme des Lahn-Dill-Kreises gehen die Umsätze (Geld, Fläche, Anzahl) zurück.

Veränderungen werden grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt. In einigen Orten war die Nachfrage noch deutlich höher als das Angebot. Deshalb weichen Käufer auf Angebote in Stadt- und Ortsteilen mit niedrigeren Bodenpreisen aus. Dies wirkt sich neben anderen Einflüssen auf den durchschnittlichen Quadratmeterpreis des Jahres 2018 aus.

Baulandverkäufe und die Verkäufe von Einfamilienhäusern stehen besonders im Fokus. Der Immobilienmarktbericht enthält für jede Kommune eine Auswertung zu den Entwicklungen dieser beiden Teilmärkte.

Die Käufe und Verkäufe von Eigentumswohnungen spielen in den ländlichen Teilregionen von Mittelhessen eher eine untergeordnete Rolle. Allerdings gibt es in den zentralen Kernorten auch interessante Beobachtungen. So hat sich 2018 die Verkaufszahl der neu gebauten Eigentumswohnungen in Wetzlar gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.

Daneben enthält der Bericht Umsatzzahlen und Preise für Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsflächen sowie Gartenland. Er bietet dem interessierten Leser Hilfsmittel zur überschlägigen Ermittlung des Kaufpreises für ein Einfamilienhaus und stellt Daten speziell zur Wertermittlung für Sachverständige zur Verfügung.

Der Immobilienmarktbericht 2019 ist für 50 Euro in digitaler Ausführung erhältlich bei der Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse und umfasst Daten für den Bereich des Landkreises Gießen, des Landkreises Marburg-Biedenkopf; des Lahn-Dill-Kreises und der Stadt Wetzlar

Telefon:+49(64 21) 3873-3330

E-Mail: gs-gaa-afb-mr@hvbg.hessen.de

Wesentliche Ergebnisse der Auswertung im Einzelnen finden Sie in der PDF-Datei unter Downloads.

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