Preise für Häuser steigen weiter

Die Nachfrage nach Immobilien und Grundstücken im Landkreis Kassel ist weiterhin ungebrochen hoch – und die Preise steigen weiter stark an. Dies geht aus dem neuesten Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses für Immobilienwerte im Amt für Bodenmanagement (AfB) Korbach hervor. Im Berichtsjahr 2021 wurden knapp 3.000 Verkäufe getätigt. Das sind zwar knapp drei Prozent weniger als in 2020, dafür hat der Geldumsatz, ungeachtet der Pandemie, mit 561 Millionen Euro einen neuen Höchstwert erreicht.

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Hausansicht (Deckblatt des Immobilienmarktberichtes 2022 für den Bereich des Landkreises Kassel und des Landkreises Waldeck-Frankenberg)

Vor allem bebaute Grundstücke werden veräußert. Im Vergleich zum Vorjahr ist der durchschnittliche Verkaufspreis für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser im Landkreis Kassel um zwölf Prozent von rund 249.000 Euro auf 279.000 Euro gestiegen. Bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften sieht es ähnlich aus. Bei einer Steigerung von etwa 13 Prozent ist der Wert von 205.000 Euro auf 232.000 Euro ebenfalls angezogen. „Die Preisspanne ist dabei allerdings recht groß“, erläutert Karina Fennel von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses. Dabei gilt, je näher eine Immobilie an der Stadt Kassel liegt, desto teurer sind die Objekte. Ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus, Baujahr 1990 mit 140 Quadratmetern Wohnfläche und 700 Quadratmeter Grundstück kostet beispielsweise im ländlich geprägten Bad Karlshafen 190.000 Euro, in Wolfhagen 310.000 Euro und angrenzend an Kassel in Heiligenrode 400.000 Euro. Hierbei zeigt sich auch, dass im Landkreis die Nachfrage nach Objekten im Randbereich zur Stadt Kassel besonders hoch ist. So wurden die meisten Verträge in Baunatal (107 Kaufverträge), Fuldatal (80) und Vellmar (76) geschlossen. Der Geldumsatz liegt insgesamt bei 375 Millionen Euro (Vorjahr 310 Millionen Euro, plus 21 Prozent).

Bei Wohnbaugrundstücken werden im Landkreis Kassel etwa 96 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Das sind rund 19 Prozent mehr als noch in 2020. Jedoch ist auch hier die Preisspanne erheblich. „So sind im ländlichen Bereich durchschnittlich voll erschlossene Bauplätze für 40 Euro pro Quadratmeter erhältlich, während im städtischen Bereich der Durchschnittspreis bereits bei rund 180 Euro pro Quadratmeter liegt“, erläutert Andreas Willig, Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses.

Verkäufe von Eigentumswohnungen finden überwiegend im direkten Umfeld von Kassel sowie in Hofgeismar statt. Die Preise für Neubauten sind im Landkreis mit 3.279 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche im Vergleich zum Vorjahr um rund neun Prozent gestiegen. Beim Wiederverkauf zog der Quadratmeterpreis ebenfalls an. Dieser bewegt sich bei 1.981 Euro pro Quadratmeter – eine Steigerung gegenüber 2020 von 14 Prozent.

Weitere Daten liefert der 213 Seiten starke Immobilienmarktbericht auch zu land- und forstwirtschaftlichen Flächen sowie Mieten. Der Immobilienmarktbericht sowie weitere Daten des Landes Hessen sind in diesem Jahr erstmalig kostenlos unter gds.hessen.de abrufbar. „Damit tragen wir zu mehr Transparenz auf dem Markt bei“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Gutachterausschusses Joachim Oellrich.

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