Preise für Wohnhäuser und Bauplätze steigen weiter

In Mittelhessen steigen die Kaufpreise für Einfamilienhäuser und Bauplätze weiter an. Die Zahl der verkauften Objekte insgesamt nimmt jedoch leicht ab. Zwischen 80 und 90 Prozent der notariellen Kaufverträge des vergangenen Jahres wurden bereits bei den Gutachterausschüssen vorgelegt. Hochrechnungen aus dieser Datenquelle für das gesamte Jahr 2018 zeigen unterschiedliche regionale Trends in den Landkreisen Gießen, Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill und der Stadt Wetzlar (Zuständigkeitsbereich des Amtes für Bodenmanagement Marburg).

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Trendmeldung Immobilienmarkt Mittelhessen

Einfamilienhäuser

In den Landkreisen Gießen und Marburg-Biedenkopf wechselten gegenüber 2017 zwischen ein und zwei Prozent weniger Einfamilienhäuser den Besitzer. Während sich derzeit im Lahn-Dill-Kreis ein leichtes Plus von etwa drei Prozent abzeichnet, wurden in der Stadt Wetzlar sogar über 20 Prozent weniger Einfamilienhäuser gehandelt.

Der Durchschnittspreis für ein freistehendes Einfamilienhaus (30 Jahre alt, 140 Quadratmeter Wohnfläche, 700 Quadratmeter, mittleres Bodenpreisniveau 100 Euro pro Quadratmeter) pendelt sich in Mittelhessen bei rund 231.000 Euro ein. Dieser Referenzwert liegt mehr als drei Prozent über dem Vorjahreswert (rund 222.500 Euro).

Bauplätze

Die Anzahl der Bauplatzverkäufe ist im Landkreis Marburg-Biedenkopf um circa 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, in der Stadt Wetzlar um rund 20 Prozent und im Landkreis Gießen beträgt das Minus sogar rund 35 Prozent. Anders im Lahn-Dill-Kreis: Hier sind fast 14 Prozent mehr Bauplätze verkauft worden als im Vorjahr.

Die Kaufpreise für Bauplätze innerhalb von Baugebieten sind um rund sieben Prozent gestiegen, im Vergleich zu den Bodenrichtwerten, die zum 01.01.2018 neu festgestellt worden sind. Insgesamt jedoch lag der mittlere Bauplatzpreis im Zuständigkeitsbereich mit 102 Euro pro Quadratmeter rund 13 Prozent unter dem Vorjahreswert (118 Euro pro Quadratmeter). Der Rückgang des Durchschnittspreises entsteht durch viele Verkäufe von Bauplätzen in ländlichen Gebieten mit niedrigeren Bodenwerten. Hochpreisige Bauplätze in den Kommunen rund um die Städte Marburg, Gießen und Wetzlar sowie in der Stadt Wetzlar selbst sind Mangelware. Dadurch sinken die Verkaufszahlen in Mittelhessen und der Durchschnittspreis pro Quadratmeter fällt niedriger aus. Viele Kommunen reagieren und entwickeln Bauland.

Bleiben die Zinsen weiterhin niedrig, ist zu erwarten, dass die Nachfrage auf den regionalen Immobilienmärkten anhält.

Die ermittelten Werte der Trendmeldung müssen sich noch im Laufe der nächsten Monate bestätigen. Nach der Auswertung aller notariell beglaubigten Kaufverträge und weitere Immobilienmarkdaten, erscheint der regionale Immobilienmarktbericht 2018 im Frühsommer. Er enthält die vollständigen Daten des Jahres 2018 und detaillierte Marktanalysen zu unterschiedlichen Fragestellungen.

Daneben wurde der Immobilien-Preis-Kalkulator (IPK Hessen) mit den auf Wohnimmobilien entfallenden neuen Daten zu Jahresbeginn aktualisiert. Damit können Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Kaufinteressierte individuelle Schätzungen von einzelnen Objekten per Knopfdruck erhalten. Das aktualisierte Online-Produkt steht den Nutzern unter  www.gds.hessen.de ab Ende Januar gebührenpflichtig zur Verfügung.

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