Rund 203.000 Euro für Brückensanierung und Wege-Erneuerungen

Das Flurbereinigungsverfahren Alsfeld-Eifa ist offiziell abgeschlossen. In einer kleinen Feierstunde im Gasthof Graulich in Schwalmtal-Rainrod haben der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft, der Bürgermeister der Stadt Alsfeld, Stephan Paule, der Ortsvorsteher von Eifa, Rainer Feldpusch und die Amtsleiterin des Amtes für Bodenmanagement Fulda, Barbara Bachner den Verfahrensablauf und die durchgeführten Maßnahmen noch einmal gemeinsam Revue passieren lassen.

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Abschlussveranstaltung Alsfeld-Eifa

Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens sind mit Hilfe von Fördermitteln auf 143 Hektar Verfahrensfläche Wege- und Gewässerbau-Maßnahmen durchgeführt worden. Es wurden landwirtschaftliche Flächen erworben und entlang der Eifa 22,5 Hektar Uferrandstreifen und Aueflächen geschaffen sowie Gehölze gepflanzt. Die Brücke über die Eifa im Steinfirster Weg wurde saniert und 3.000 Meter Wirtschaftswege befestigt. Auch ein Schwalbenhaus konnte in Eifa errichtet werden.

Für die Maßnahmen wurden Mittel in Höhe von rund 203.000 Euro ausgegeben. Mit 77 Prozent also 130.900 Euro förderten die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Hessen die Maßnahmen. 23 Prozent Eigenleistung, also 39.100 Euro, wurden von der Stadt Alsfeld übernommen.

Bereits im Januar 2000 beantragte die Stadt Alsfeld beim damaligen Amt für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft die Durchführung eines vereinfachten Flurbereinigungsverfahrens. Im April des gleichen Jahres fand die Aufklärungsversammlung im Dorfgemeinschaftshaus in Eifa statt, sodass im April 2000 der Beschluss zur Durchführung der Flurbereinigung gefasst werden konnte. Bereits 1998 hatte die Stadt Alsfeld beim damaligen Hessischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten Anträge auf Mittel zur Wiederherstellung naturnaher Gewässer gestellt.

Als Resümee des Verfahrens stellte Verfahrensleiter Karl-Hans Döring vom Amt für Bodenmanagement Fulda fest: „Durch die Entflechtung der unterschiedlichen Nutzungsinteressen konnte ein sehr gutes Ergebnis für alle betroffenen Teilnehmer erreicht werden“. Dies seien zunächst die Auflösung von Landnutzungskonflikten und die Umsetzung von Maßnahmen gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Für die Landwirte sind die Schaffung gemeinschaftlicher Anlagen und größerer Bewirtschaftungsflächen sowie die Verbesserung der Erreichbarkeit der Grundstücke von großem Nutzen. Die Ausweisung der Uferrandstreifen und Aueflächen, der Wegeausbau und die landschaftsgestaltenden Maßnahmen seien nicht nur für die Bürger des Stadtteiles von Vorteil, sondern kämen insgesamt der Stadt Alsfeld zugute, so der Bürgermeister. Letztendlich habe dies alles auch zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen beigetragen.

Bürgermeister Paule dankte zudem allen Beteiligten für den reibungslosen Ablauf des Flurbereinigungsverfahrens und teilte mit, dass die Stadt Alsfeld dies ohne die Zuschüsse aus den verschiedenen Fördertöpfen nicht hätte schultern können.

Barbara Bachner, Leiterin des Amtes für Bodenmanagement Fulda, weiß, welche Arbeit in der Vorbereitung und Durchführung eines Verfahrens steckt, da sie lange Jahre selbst im Bereich Flurbereinigung tätig war. Sie überreichte Rainer Eckstein, dem Vorsteher der Teilnehmergemeinschaft ein Dankesschreiben für die geleistete Arbeit.

Der Vorsteher der Teilnehmergemeinschaft, Rainer Eckstein, dankte wiederum dem Vorstand für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er hob auch hervor, dass er bei den Vertretern des Amtes für Bodenmanagement Fulda und der Stadt Alsfeld immer ein offenes Ohr gefunden habe, was sehr zur guten Realisierung der Maßnahmen beigetragen habe.

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