SAPOS® - präzise, aktuell, schnell, amtlich

Genaue Vermessung durch hochgenaue Koordinaten spielt in vielen Bereichen eine entscheidende Rolle, unter anderem der Landwirtschaft. Ermöglicht wird sie durch SAPOS®, dem Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung. Ab Januar 2019 werden die SAPOS®-Dienste in Hessen gebührenfrei zur Verfügung gestellt.

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SAPOS® Station

Zum 1. Januar 2019 wird der amtliche Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® kostenfrei bereitgestellt. Das ist das Ergebnis eines Kabinettsbeschlusses des Landes Hessen vom 20. August 2018. Damit soll die digitale Transformation in vielen Bereichen der Wirtschaft und der Verwaltung gefördert und im Bereich der Landwirtschaft eine effiziente, ressourcen- und umweltschonende Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen unterstützt werden.

Das Hessische Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (HLBG) in Wiesbaden – Betreiber des SAPOS® Hessen – stellt den Nutzern die amtlichen SAPOS®-Dienste für Hessen bereit und setzt die Änderungsverordnung des Landes Hessen um. „Damit können beispielsweise unsere Kunden in der Landwirtschaft den hochpräzisen Echtzeit Positionierungs-Service von SAPOS® in Hessen unentgeltlich nutzen“, so Dr. Hansgerd Terlinden, Präsident des HLBG.

Angeboten werden zwei Echtzeit-Dienste mit unterschiedlichen Genauigkeiten. Für den landwirtschaftlichen Feldeinsatz sind die von SAPOS® zur Verfügung gestellten Echtzeitkorrekturen EPS Echtzeit Positionierungs-Service und HEPS Hochpräziser Echtzeit Positionierungs-Service interessant. EPS- und HEPS-Daten werden im gleichen Datenformat (RTCM) ausgesendet, unterscheiden sich aber in der Genauigkeit der Lagebestimmung. EPS erreicht wiederholbare Genauigkeiten von 0,3 bis 0,8 Metern, HEPS wiederholbare Genauigkeiten von ein bis zwei Zentimetern.

„Dies ist ein bedeutender Schritt für die Landwirtschaft in Hessen. Mit SAPOS® können die Landwirte die enormen Potenziale von Smart Farming für sich nutzen und ihre Maschinen zentimetergenau digital steuern. Somit können zum Beispiel Dünge- und Pflanzenschutzmittel noch präziser und umweltschonender ausgebracht werden“, erläutert der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Karsten Schmal.

SAPOS®-Nutzer profitieren vor allem von exakten Koordinaten in Lage, Höhe und 3D, einem digitalen Datenfluss und komfortablem Datenaustausch. Das HLBG stellt ihnen die dazu notwendige Infrastruktur über mobile Internetverbindungen zur Verfügung, über die sie Korrekturen zur Berechnung genauer, amtlicher Koordinaten beziehen. Der Nutzer erhält dabei in der Regel innerhalb einer Minute seine Position. Die Korrekturen werden ganzjährig, rund um die Uhr geliefert, wobei eine Datenverfügbarkeit von 98,5 Prozent im Zeitraum von 6 bis 18 Uhr an Werktagen garantiert ist.

Die Satellitendaten werden von SAPOS®, der nach bundesweit einheitlichen Standards betrieben wird, registriert und für Positionsbestimmungen aufbereitet und bereitgestellt. Die circa 270 SAPOS®-Stationen in Deutschland liefern hierfür die notwendigen Informationen mit Raumbezug, und zwar präzise, schnell, aktuell und amtlich.

Auf den SAPOS®-Referenzstationen werden laufend Satellitensignale registriert und daraus Positionen bestimmt. In Hessen existieren zwölf dieser Referenzstationen. Alle Stationen sind mit GNSS-Empfängern ausgestattet, die seit wenigen Wochen neben den Signalen des GPS und GLONASS auch die der Galileo- und BeiDou-Satelliten empfangen. Der Abstand zwischen den einzelnen Stationen beträgt etwa 50 Kilometer. Die SAPOS®-Antennen sind auf öffentlichen Gebäuden angebracht. Eine Station befindet sich zum Beispiel auf dem Dach des Hessischen Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation (HLBG), eine auf dem Dach des Amtes für Bodenmanagement Marburg. Daneben finden sich auch Stationen auf dem Dach der TU Darmstadt, dem Magistrat der Stadt Kassel oder dem Kreiskrankenhaus Eschwege. Es werden darüber hinaus 15 Stationen der Nachbarländer genutzt, um Nutzern landesweit Daten anbieten zu können.

Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecher: Herr Dr. Thomas Rossmanith
Telefon: +49 611 / 535 - 5399
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E-Mail: thomas.rossmanith@hvbg.hessen.de

Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation
Schaperstraße 16
65195 Wiesbaden

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