Kartenausschnitt mit Bodenrichtwerten

Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

Grundstückspreise in Wohngebieten steigen um 2,5 Prozent

Ab sofort sind die Hessischen Bodenrichtwerte 2026 und die darauf aufbauenden Produkte verfügbar. Die Bodenrichtwerte 2026 können online– unter „BORIS Hessen“, dem Bodenrichtwertinformationssystem des Landes Hessen abgerufen werden.

Die Daten, die auch dem Immobilien-Preis-Kalkulator zugrunde liegen, beinhalten insgesamt 34.336 Bodenrichtwerte, die zum Stichtag 1. Januar 2026 von den Gutachterausschüssen für Immobilienwerte ermittelt wurden.

Bodenrichtwerte sind aus Kaufpreisen ermittelte, durchschnittliche Lagewerte des Bodens pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Der höchste Bodenrichtwert mit 35.000 Euro pro Quadratmeter liegt auch für 2026 auf der „Zeil“ in Frankfurt!

Insgesamt kann man feststellen, dass die Bodenrichtwerte für Wohngebiete hessenweit um ca. 2,5 Prozent gestiegen sind, wobei es regionale Unterschiede gibt. Rund um die Städte Fulda und Kassel sowie im mittelhessischen Raum (Marburg, Gießen) verteuerte sich der Boden moderat. In den Landkreisen Bergstraße und Odenwald ist ebenfalls ein Anstieg zu beobachten, während es im Rhein-Main-Gebiet (wo die höchsten Bodenrichtwerte vorliegen) eher zu einer Reduzierung kam. Steigerungen verzeichnen auch einzelne Gemeinden, in denen Bauflächen in Neubaugebieten verkauft wurden. In Zahlen ergibt sich folgendes Bild: In 225 Gemeinden gab es bei den Bodenrichtwerten der Wohngebiete leichte Steigerungen, in 33 Gemeinden eine Verminderung und bei den restlichen gab es quasi keine Veränderung.

Mit den Bodenrichtwerten erhalten Käuferinnen und Käufer, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Banken, Immobilienmaklerinnen und -makler und Behörden transparente, aber unverbindliche Anhaltspunkte, um den Grundstückspreis festzulegen. Mit Hilfe von „BORIS Hessen“ boris.hessen.de kann jeder kostenlos ermitteln, wie hoch der Bodenrichtwert für eine Adresse (Straße, Hausnummer, Ort) oder ein Flurstück (Gemarkung, Flur, Flurstücksnummer) ist.

Die neuen Bodenrichtwerte fließen auch in den Immobilien-Preis-Kalkulator (IPK Hessen) ein, dessen gesamte Zahlengrundlage ebenfalls im April aktualisiert wurde. Mit Hilfe des IPKs kann das mittlere Preisniveau einer Standardimmobilie (Einfamilienhaus, Reihenhaus, Doppelhaushälfte oder Eigentumswohnung) ermittelt werden. Lediglich für Eigentumswohnungen in Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden können keine Berechnungen durchgeführt werden.

Um den Vergleich der Bodenrichtwertniveaus zu vereinfachen, ermittelt die Zentrale Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse (ZGGH) auf der Grundlage der Bodenrichtwerte generalisierte Bodenwerte je Gemeinde. Dafür werden flächengewichtete Mittelwerte errechnet. Diese werden zusammen mit dem jeweils niedrigsten und höchsten Bodenrichtwert unterteilt in die Bereiche Wohnbauflächen, gemischte und gewerbliche Bauflächen sowie landwirtschaftliche Flächen tabellarisch je Landkreis angegeben. Die Übersichten stehen über das Shopsystem „Geodaten Online“ – gds.hessen.de im „Downloadcenter“ zur Verfügung. Die Bodenrichtwerte wiederum sind über das Bodenrichtwertinformationssystem boris.hessen.de abrufbar und werden mittlerweile von über 130.000 Nutzern pro Monat abgerufen. 

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