Holzspielzeughäuser vor einem Fenster

Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

Hessischer Immobilienmarkt zeigt sich 2025 stabil

Mehr Umsatz im Segment „Wohnungseigentum“

Der hessische Immobilienmarkt befand sich 2025 in einer Phase der Stabilisierung. Das zeigt sich insbesondere in der Kaufpreisentwicklung und der Anzahl der Transaktionen auf dem Immobilienmarkt. Diese und weitere Marktbeobachtungen aus dem vergangenen Jahr stellt der Immobilienmarktbericht Hessen vor, den die Zentrale Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse jährlich veröffentlicht.

Gleichzeitig zeigen die vorliegenden Auswertungen, dass sich die Entwicklungen in den Regionen Hessens unterschiedlich vollziehen. Umso wichtiger sind belastbare Daten und größtmögliche Transparenz.

Kaweh Mansoori Wirtschaftsminister
Wiesbaden

Große Unterschiede gibt es zwischen dem wirtschaftlich starken Rhein-Main-Gebiet und den eher ländlich geprägten nördlichen und östlichen Landesteilen. Insgesamt registrierten die Gutachterausschüsse in Hessen im letzten Jahr rund 56.400 Kaufverträge, das sind in etwa so viele wie im Vorjahr.

Die ZGGH teilt mit, dass im Jahr 2025 insgesamt 18,8 Mrd. EUR für Immobilien ausgegeben wurden. Davon ca. 14,5 Mrd. EUR in Süd- und 4,3 Mrd. EUR in Nordhessen, wobei die Anzahl der Transaktionen nicht ganz so stark divergiert: Im Norden zählte man rund 23.400, im Süden ca. 33.000 Kauffälle.

Außerdem gab es eine Verschiebung zwischen den Segmenten: Während der Geldumsatz für unbebaute sowie bebaute Immobilien abnahm, stiegen die Umsätze bei Wohn- und Teileigentum von 4,8 Mrd. in 2024 auf 5,6 Mrd. in 2025. Auch in diesem Segment zeigt sich der Unterschied zwischen den Landesteilen deutlich: Das Preisniveau einer durchschnittlichen wiederverkauften Eigentumswohnung (20 Jahre alt, 80 Quadratmeter Wohnfläche) lag im Landkreis Offenbach bei etwa 3.850 EUR pro Quadratmeter, während eine vergleichbare Wohnung im Schwalm-Eder-Kreis etwa 1.750 EUR pro Quadratmeter kostete. Für eine neue vergleichbare Eigentumswohnung im Landkreis Offenbach zahlte man im Mittel 5.550 EUR pro Quadratmeter.

Für ein freistehendes Einfamilienhaus wurde in der Region Darmstadt – Offenbach – Heppenheim im Schnitt 500.000 EUR gezahlt, während in der Region Kassel – Korbach 290.000 EUR anfielen. In den meisten Landesteilen wurde etwas mehr als im Vorjahr gezahlt.

Diese und viele weitere Auswertungen veröffentlicht die ZGGH im aktuellen hessischen Immobilienmarktbericht 2026. Die analysierten Daten stammen aus den Kaufverträgen des Jahres 2025, die die regionalen Gutachterausschüsse erfassten und auswerteten.

Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer erhalten durch den Immobilienmarktbericht des Landes Hessen einen ersten Überblick über die Umsatzzahlen und Preisniveaus in den Landkreisen und kreisfreien Städten. Verfeinert wird diese Perspektive durch die regionalen Immobilienmarktberichte, die die örtlichen Gutachterausschüsse herausgeben. Als unabhängige Instanz erfüllen sie seit mittlerweile 65 Jahren den gesetzlichen Auftrag, Transparenz auf dem Immobilienmarkt zu schaffen, denn eine gute Kenntnis des Immobilienmarkts sichert nicht nur Investitionen und gibt Planungssicherheit, sondern bildet auch die Grundlage für gute Entscheidungen in Wirtschaft, Verwaltung und Politik.

Ausblick 2026: Für das laufende Jahr zeichnet sich ab, dass die Anzahl der Transaktionen auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr liegt.

Der Immobilienmarktbericht des Landes Hessen 2026 ist kostenfrei als Download über gds.hessen.de (Downloadcenter → Immobilienwerte → mmobilienmarktberichte Hessen) erhältlich.

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