„Wer eine Wohnung bauen, eine Straße planen, eine Bahnstrecke modernisieren oder eine Energieleitung verlegen will, braucht verlässliche Informationen über Flächen und Grundstücke“, sagte Mansoori. Auch im ländlichen Raum leiste die HVBG mit Flurneuordnung und Bodenmanagement einen wichtigen Beitrag, um landwirtschaftliche Strukturen weiterzuentwickeln und Flächen für kommunale Vorhaben bereitzustellen. Damit schafft die HVBG wesentliche Grundlagen für Wohnungsbau, Verkehrs- und Energieinfrastruktur, kommunale Entwicklung und die Entwicklung der ländlichen Räume.
Wie groß die Nachfrage nach den Dienstleistungen der HVBG ist, verdeutlichte Mansoori an einem Beispiel: Die hessischen Bodenrichtwerte werden inzwischen von mehr als 130.000 Nutzerinnen und Nutzern im Monat online abgerufen. „Ihre Arbeit schafft an vielen Stellen die Grundlage dafür, dass geplant, entschieden und investiert werden kann“, betonte der Minister.
Die Expertise der HVBG bleibe dabei auch in Zukunft gefragt. Wohnungsbau, die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur, die Weiterentwicklung der Energieversorgung und die unterschiedlichen Ansprüche an die begrenzte Ressource Fläche stellen Hessen vor große Aufgaben. Digitalisierung und effiziente Verfahren sollen dabei helfen, die Fachaufgaben zuverlässig wahrzunehmen.
HLBG-Präsident Dr. Johannes Gerhard Terlinden richtete den Blick ebenfalls auf die Menschen hinter den Geodaten und Dienstleistungen. „Die Arbeit der Beschäftigten der HVBG ist nicht immer auf den ersten Blick sichtbar. Die Wirkungen der Leistungen der HVBG sind aber überall und jeden Tag spürbar“, sagte Terlinden.
Das gelte für die Flurneuordnung zur Entwicklung der ländlichen Räume ebenso wie für das Liegenschaftskataster zur Eigentumssicherung, die Landesvermessung mit Raumbezug und Geotopographie sowie die Immobilienwertermittlung für mehr Transparenz auf den Grundstücksmärkten.
Wie breit die HVBG aufgestellt und vernetzt ist, zeigte auch die Gästeliste des Sommerfestes. Neben Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori und Staatssekretärin Ines Fröhlich war auch Staatssekretär Michael Ruhl aus dem Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat zu Gast.
Vertreten waren darüber hinaus zahlreiche Partner aus Landes- und Bundesverwaltung, Kommunen, Wissenschaft und Forschung sowie aus Berufs- und Fachverbänden. Zu den Gästen zählten unter anderem der Darmstädter Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt, der Präsident des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie Prof. Dr. Steffen Schön sowie Brigadegeneral Holger Radmann vom Landeskommando Hessen.
Für Terlinden unterstrich diese breite Beteiligung die Bedeutung der HVBG über die eigene Verwaltung hinaus: „Unsere heute hier versammelten starken Partner aus Politik, Verwaltung, Lehre und Wissenschaft belegen, dass die von unserer Verwaltung erhobenen und verarbeiteten Geoinformationen unverzichtbar sind.“
Wie vielfältig die Aufgaben der HVBG sind, wurde gleich zu Beginn des Sommerfestes auf besondere Weise sichtbar: Sandmalerin Svetlana Telbukh ließ vor den Augen der Gäste immer neue Motive entstehen, die die Menschen, Aufgaben und Leistungen der HVBG abbildeten. Nach dem offiziellen Teil standen das persönliche Kennenlernen und der Austausch im Mittelpunkt. Für die musikalische Begleitung und ausgelassene Stimmung sorgte die Band „Flo & Chris“. Moderiert wurde die Veranstaltung von HVBG-Kollegin Bianca Ksionsko.